| 18.11 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Ein Premieren-Spiel mit fehlender Torjubelpraxis

Einzelkritik: Sararer und van Duinen mangelhaft
Einzelkritik: Sararer und van Duinen mangelhaft FOTO: dpa, hsc soe
Düsseldorf. Bei Fortuna Düsseldorfs Niederlage gegen RB Leipzig gab es einige Premieren zu feiern: Sowohl Emmanuel Iyoha als auch Alexander Madlung liefen erstmals für den Zweitligisten auf, Karim Haggui erzielte zudem sein erstes Fortuna-Tor. Beim Torjubel muss man mit ihm aber noch Nachsicht haben.   Von Christoffer Kleindienst
  • Bester Spieler des Spiels

Adam Bodzek hat laut unseren Usern die beste Leistung der Fortunen im Spiel gegen den RB Leipzig gezeigt. Allerdings war das Ergebnis der Abstimmung denkbar knapp. Der ehemalige Kapitän der Düsseldorfer bekam 43,8 Prozent der Stimmen, direkt dahinter folgt Michael Rensing (43,1). Torschütze Karim Haggui belegt derweil den dritten Platz (13,1).

  • Wer will den Ball haben?

Das Pressing der Leipziger funktionierte gegen die Fortuna ausgesprochen gut. Das unterstreichen auch die Werte in der Kategorie "angekommene Pässe aus dem Spiel". Während beim Gastgeber gleich mehrere Spieler mehr als 50 Pässe zum Teamkollegen brachten, kam Oliver Fink als Fortunas erfolgreichster Pass-Spieler lediglich auf 22 angekommene Pässe. Sein Sechser-Kollege Marcel Sobottka erwischte diesbezüglich einen besonders gebrauchten Tag: 18 Versuche kamen an, 17 nicht. 

  • Iyohas "Null"-Debüt

Iyoha feierte sicherlich kein einfaches Debüt. Gegen den potenziellen Klassenprimus wurde er in den Schlussminuten ins kalte Wasser geschmissen. Das machte sich auch in den wichtigsten Kategorien bemerkbar: Laut der Deutschen Fußball Liga verbuchte er keinen Torschuss, keinen Ballbesitz, keinen Zweikampf und auch keinen Pass. Das heißt immerhin auch: Einen Fehlpass findet man auch nicht auf seinem Konto. Zu allem Überfluss hatte die Fortuna auch noch sein Trikot mit der Nummer 39 nicht mit nach Sachsen genommen. Und so lief er bei der Premiere mit der falschen Rückennummer 25 auf – ohne Namen auf dem Rücken.

  • Fehlende Torjubelpraxis

Es gibt Spieler, die formen beim Torjubel mit ihren Händen ein Herz. Andere tanzen, es gibt einen Spieler, der sich wie eine Statue aufbaut. Karim Haggui ist da klassich veranlagt, sein Jubel zum ersten Tor im Fortuna-Dress fiel eher unauffällig aus. Nicht ungewöhnlich, da sein Treffer ja lediglich der Anschlusstreffer zum 1:2 war. Generell ein eher ungünstiger Zeitpunkt für ekstatischen Jubel. Sein zurückhaltendes Verhalten könnte aber auch seiner mangelnden Erfahrung in solchen Situationen geschuldet sein: Lediglich 19 Tore erzielte der Abwehrspieler in seiner langen Karriere. Sein bisher letzter Treffer in einer der beiden höchsten deutschen Spielklassen lag zwei Jahre zurück. Am 1. November 2013 traf er für den VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund, er erzielte er das zwischenzeitliche 1:0 der Schwaben. Das Endergebnis: 1:6. 

  • Latte! Pfosten!

Über die verdiente Niederlage gegen RB Leipzig wurde schon viel gesagt. Die Gastgeber agierten gefährlicher und kontrollierten über die fast gesamte Zeit die Partie. "Das Quäntchen Glück ist weiterhin nicht auf unserer Seite. Aber wir bleiben dran, um es uns zu erarbeiten", war eine Aussage von Trainer Frank Kramer, die bei ein paar Fans schlecht ankam. Allerdings hat seine Analyse eine wahren Kern: Mit Joel Pohajnapalos Pfostenschuss in Leipzig trafen die Fortunen zum neunten Mal im zwölften Ligaspiel das Aluminium. Das ist Liga-Rekord. 

  • Auswärts läuft es ganz und gar nicht

Sieben Auswärtsspiele absolvierten die Fortunen bisher. Mittlerweile dürften Reisen in die Ferne jedoch nicht allzu viel Freude bei den Spielern auslösen. Drei Unentschieden waren die größten Erfolgserlebnisse bisher, vier Niederlagen setzte es zudem. Damit rangiert die Fortuna in der Auswärtstabelle auf dem 16. Platz – zusammen mit 1860 München. Nur der MSV Duisburg ist schlechter. Allerdings sieht es auch in der Heimtabelle nicht besser aus: Dort sind die Düsseldorfer auf dem 15. Rang. Immerhin zwei Siege verbuchten sie in der Esprit-Arena.

  • Dauerbrenner: Keiner kommt auf 100 Prozent

In der Liga hat Rensing 1080 von 1080 Spielminuten absolviert. Allerdings kam er im DFB-Pokal nicht zum Einsatz, alle Pflichtspiele absolvierte er damit nicht. Bei den Feldspielern ist Haggui einer der Dauerbrenner – allerdings wurde er in der Liga ein Mal ausgewechselt. Somit hat er 1071 Spielminuten auf dem Konto. Passenderweise folgt auf ihn Co-Kapitän Julian Koch (1002), dahinter rangieren Sercan Sararer (957) und Christian Strohdiek (900). 

(can/cfk)
 
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