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Fortuna Düsseldorf
Gartner ist für alles offen

Porträt: Der Youngster als Fortuna Düsseldorfs "Sechser"
Porträt: Der Youngster als Fortuna Düsseldorfs "Sechser" FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf . Die Zukunft von Fortuna-Mittelfeldmann Christian Gartner ist noch nicht geklärt. Zuletzt war von einem Abschied im Sommer die Rede. Doch auch eine Vertragsverlängerung sei denkbar, sagt der Österreicher. 

Christian Gartner will weg, hieß es in der vergangenen Woche. "Wir sondieren den Markt, wägen Optionen ab. Fix ist aber, dass Christian Fortuna verlassen wird", sagte Berater Thomas Böhm dem Online-Portal "Sportnet". Wohin, das sei unklar. Klubs aus Österreich hätten ihr Interesse an dem österreichischen U21-Nationalspieler signalisiert, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.  

Am Freitag feierte der 22-Jährige, der 14 Monate nicht für die erste Mannschaft auf dem Platz stand, beim 1:1 gegen den FC St. Pauli sein Saison-Debüt – und klärte danach im "Express" auf: "Ich habe ihn schon angerufen, als ich das gelesen habe. So stimmt das nicht. Er hat nur gesagt, dass ich bei Fortuna wenig spiele. Aber dazu muss man wissen, dass ich auch oft verletzt war." Eine Zukunft in der Landeshauptstadt sei denkbar. "Es ist kein Geheimnis, dass ich mich in Düsseldorf wohl fühle. Ich bin für alles offen", betonte der technisch versierte Mittelfeldmann, der 2013 vom SV Mattersburg kam. Für den österreichischen Bundesligisten lief er schon mit 16 Jahren in der höchsten Klasse auf.

Gartner spielte gegen die Hanseaten 79 Minuten neben Marcel Sobottka (21) auf der Doppel-Sechs, in einer stark verjüngten Fortuna-Schaltzentrale, weil mit Adam Bodzek (gelbgesperrt) und Oliver Fink (Adduktoren-Probleme) die beiden Routiniers ausfielen. Er war 35 Mal am Ball, gewann 64,3 Prozent seiner Zweikämpfe, 65,2 Prozent seiner Pässe kamen an – eine ordentliche Leistung. Auch Sobottka, vor einer Woche zum ersten Mal Vater geworden, spielte aufmerksam, erkämpfte sich viele Bälle.

Trainer Friedhelm Funkel brachte gegen St. Pauli insgesamt fünf Neue von Beginn an. "Das war keine einfache Entscheidung des Trainers", sagte Axel Bellinghausen, der die Kapitänsbinde trug, weil in Karim Haggui der etatmäßige Spielführer auf der Bank saß: "Es hat funktioniert, weil jeder bereit war, alles zu geben." Auch der Coach lobte das Team. Dass die Fortuna in der zweiten Halbzeit nachgelassen habe, sei verständlich, da viele Spieler gespielt haben, die zuletzt nur sehr selten zum Einsatz kamen. Gartner etwa war lange außen vor, nachdem er sich im Februar 2015 gegen den Karlsruher SC einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hatte und zuletzt nur in der Reserve aushalf. 

Funkel erklärte nach dem erfolgreichen Experiment, er habe "viel zu überlegen", was die Aufstellung am Freitag beim Kellerduell mit dem MSV Duisburg angehe. Bodzek ist wieder mit in der Verlosung. Und auch bei Oliver Fink, der gegen St. Pauli auf der Tribüne die Daumen drückte, gibt es Hoffnung auf einen Einsatz. Am Montag trainierte der 33-Jährige individuell mit Fitness-Coach Florian Klausner. Er kann möglicherweise am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, sagte Funkel. 

(jado)
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