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| 13.39 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Burnley will immer noch zu viel Geld für Hennings

Fortuna Düsseldorf: FC Burnley will immer noch zu viel Geld für Rouwen Hennings
Angreifer Rouwen Hennings fühlt sich mit seiner Familie in Düsseldorf pudelwohl. FOTO: Horstmüller
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf will Rouwen Hennings verpflichten, allerdings nicht um jeden Preis. Der englische FC Burnley hat im Sommer 2015 viel für den Stürmer bezahlt und kommt den Rot-Weißen bislang nicht weit genug entgegen. Der Wechsel an den Rhein wird zur Hängepartie. Von Jan Dobrick

Fortuna will Hennings, Hennings will zur Fortuna – und Burnley will Geld sehen. Für 2,5 Millionen Euro wechselte der damalige Top-Torschütze der 2. Bundesliga im Sommer 2015 vom Karlsruher SC nach England. In den Angriffsmodus schaltete er aber nicht. Ganz im Gegenteil: Von der Tribüne musste er den Kollegen zusehen, wie sie in die Premier League aufstiegen. Hennings war nach einem Jahr wieder reif für das Festland und ließ sich nach Düsseldorf ausleihen. In der Zwischenzeit ist viel passiert.

Die englischen Preise sind gesalzen

Burnley hielt ohne den Deutschen mit 40 Punkten die Klasse. Fortuna sammelte noch zwei Zähler mehr und verhinderte ebenfalls den Absturz, wozu auch Hennings seinen Teil beitrug. Der Angreifer kam auf 30 Einsätze, 2563 Spielminuten, neun Tore und eine Vorlage. Er rackerte oft als vorderster Verteidiger, behauptete die Bälle und trat sogar die meisten Freistöße. Seine Bilanz ist ordentlich, keine Frage. Sie ist aber kein Grund, überstürzt zu handeln und jeden Preis zu zahlen, vor allem nicht die gesalzenen englischen Preise.

Das Abschlusszeugnis für die Fortunen FOTO: Falk Janning

Und so lautet der Status quo: Fortuna ist interessiert, doch Burnley muss sich bewegen. Die Ablöseforderung für Hennings, der in England einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 hat, ist immer noch zu hoch, das Rennen um den Angreifer völlig offen.

Nachteil Burnley: Der Klub braucht den Stürmer für die Premier League nicht, sollte ihn auf jeden Fall verkaufen. Nachteil Fortuna: Andere Vereine könnten bereit sein, die Ablöseforderung der Engländer zu erfüllen. Sollte der Deal spät platzen, bräuchten die Rot-Weißen möglicherweise auf die Schnelle einen torgefährlichen Ersatz.

Fortuna hat keine Alternativen im Kader

Was dem Zweitligisten Hoffnung macht: Die Familie des 29-Jährigen hat sich in Düsseldorf eingerichtet und fühlt sich in der Landeshauptstadt wohl. Sollte ein anderer Verein beim FC Burnley anklopfen, könnte der Angreifer durchaus sein Veto einlegen. Man darf vermuten, dass sich die Klubs schon irgendwie einigen werden.

Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf FOTO: Falk Janning/Transfermarkt.de

Gibt es überhaupt eine Alternative zu Hennings? Im Kader nicht. Emmanuel Iyoha und Igor Majic sind zu unerfahren, um sofort in die Fußstapfen des bulligen Stürmers zu treten. Maecky Ngombo und Kemal Rüzgar, die von ihren Leih-Vereinen zurückkehren, haben keinen Entwicklungssprung gemacht. Marlon Ritter zeigte bisher nicht, dass er für die 2. Bundesliga geeignet ist. Die Offensive ist eine Großbaustelle. Wie die nahe Zukunft von Flügelflitzer Ihlas Bebou aussehen wird, ist unklar.

Und welche bezahlbaren Stürmer sind auf dem Markt? Artur Sobiech beispielsweise, der für Hannover 96 zuverlässig knipste. Hier könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Oder Ex-Fortune Charlison Benschop, momentan Niedersachse, dessen Verletzungsakte jedoch eine abschreckende Wirkung haben dürfte. Auch die Zukunft von Halil Altintop beim FC Augsburg ist noch ungewiss.

Vielleicht zahlt sich Fortunas Geduld ja wieder aus. So wie vor der vergangenen Saison. Da holte man Hennings ja auch erst eine Woche vor Transferschluss nach Düsseldorf.

 
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