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Fortuna Düsseldorf
Zwei Heimspiele innerhalb von 75 Stunden

1860 München - Fortuna
1860 München - Fortuna FOTO: dpa, mum htf
Düsseldorf. Der abstiegsgefährdete Zweitligist erwartet heute Bochum und am Freitag Karlsruhe. Von Matthias Goergens

Vielleicht hätte sich Trainer Marco Kurz jüngst mit den Werbeexperten von Fortuna Düsseldorf zusammensetzen sollen. "Eine Woche, zwei Feiertage" – so preist der abstiegsbedrohte Zweitligist auf Großplakaten die zwei Begegnungen in dieser Woche an. Volle Konzentration auf das nächste Spiel? Wird schwer, denn nur 71 Stunden nach dem Abpfiff des heutigen Spiels gegen den VfL Bochum (17.30 Uhr) wird in der Arena das Duell mit dem Karlsruher SC (18.30 Uhr) angepfiffen.

Der Fortuna-Trainer betont zwar, man könne das Freitag-Spiel in der Vorbereitung auf die Bochumer "komplett ausblenden", doch das dürfte seinen Fortuna-Profis schon bei der Fahrt durch die Stadt kaum gelungen sein. "Natürlich wissen wir um die enge Ansetzung und sind froh, dass wir nicht viel reisen müssen", sagt Marco Kurz. Viel trainiert werde in den nächsten Tagen und schon seit dem enttäuschenden 2:3 bei 1860 München allerdings auch nicht. "Es gibt derzeit mehr Gespräche als sportliche Belastung zwischen den Begegnungen."

Vor dem heutigen Spiel ging es dabei um die vielen schlechten Eindrücke vom vergangenen Samstag, die individuellen Fehler, der kaum sichtbare Kampfgeist. Auf letzteren dürfen die Fortuna-Fans dank der Rückkehr des zuletzt Gelb-gesperrten emotionalen Anführers Axel Bellinghausen wieder etwas hoffen.

Bei allem anderen hat Trainer Marco Kurz selbstkritische Einsicht im Team festgestellt: "Jeder muss jetzt eine Schippe drauflegen, und die einfachen Fehler müssen wieder gegen null tendieren." Was gegen spiel- und offensivstarke Bochumer sicher eine noch größere Herausforderung wird, falls Innenverteidiger Alexander Madlung (Rückenprobleme) nicht mitspielen kann.

Spätestens bei der Abwägung des Risikos eines Einsatzes von Madlung muss Kurz die knappe Zeit zwischen den beiden Spielen einblenden. Von Gedanken um ein zuletzt zerpflügtes und mit kiloweise Sand "stabilisiertes" Spielfeld mal abgesehen, das bis Freitag kaum besser aussehen dürfte. Und dass in dieser einen Woche wirklich an zwei Tagen Remis oder Sieg "gefeiert" werden kann, ist eine durchaus mutige Ansage der Fortuna-Werbeabteilung.

Quelle: RP
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