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Fortuna Düsseldorf
Neustart für Fortuna und Trainer Kurz

Sobottka fehlt beim Abschlusstraining
Sobottka fehlt beim Abschlusstraining FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Spiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (13 Uhr, Live-Ticker) ist für das Team ein Neuanfang. Ein Sieg wäre entsprechend wichtig. Von Thomas Schulze

Alles auf null: Das machte der Verein bereits am Mittwoch auf besonders eindrucksvolle Weise deutlich. Er präsentierte den Fotografen nicht nur die neuen Spieler Nikola Djurdjic, Charalampos Mavrias und Justin Toshiki Kinjo sowie den neuen Trainer Marco Kurz, sondern er ließ gleich ein neues Mannschaftsfoto machen - das dürfte zum Jahresauftakt in Deutschland so ziemlich einmalig sein.

Fortuna will die Vergangenheit hinter sich lassen, das ist verständlich. Denn seit drei Jahren befindet sich der Traditionsverein im Abwärtstrend, der besorgniserregend ist. Die schlechteste Zweitligamannschaft des Jahres 2015 schwebt in Abstiegsgefahr. Gelingt der suggerierte Neubeginn im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim heute (13 Uhr) nicht, wird der Klub schnell von der Realität, die die nackten Zahlen zeigen, eingeholt: Viertletzter mit dem schwächsten Angriff der Liga. Das wiederum zeigt, dass das Spiel von größerer Bedeutung ist, als es Marco Kurz lieb sein kann. Bei seinem Trainerdebüt nach 28 Monaten Pause geht es um weit mehr als nur einen gelungenen Einstand. Mit einem Sieg kann Fortuna den Anschluss ans Mittelfeld herstellen und bis auf einen Punkt an Heidenheim herankommen, im Fall des Misserfolgs sind die Aussichten für die kommenden Wochen düster. Dann dürfte die Wende zum Besseren schwer werden, zumal die Aufgaben mit den Begegnungen in Freiburg, gegen Nürnberg und in München nicht leichter werden.

Marco Kurz spürt, "dass die Gruppe sehr konzentriert ist, ich spüre keine Angst". Doch auch er weiß, dass da nicht über den Jahreswechsel ein völlig anderes Team auf dem Platz steht. "Uns wird nicht alles gelingen", sagt er. "Es ist wichtig, Fehler zu verzeihen und den Kopf oben zu halten. Wir müssen zeigen, dass wir gewinnen wollen. Wenn wir einen Schritt zu wenig machen, wird Heidenheim die Oberhand gewinnen." Die Gäste verfügten über eine kompakte, sehr disziplinierte Mannschaft, die nie aufgebe.

Auf seine neue Mannschaft ist Marco Kurz gespannt, denn er hat sie noch nicht in einem Pflichtspiel erlebt. Es komme auf die richtige Einstellung an. "Wir müssen so auftreten, dass wir uns den Sieg über 90 Minuten verdienen", sagt er. "Leidenschaft gehört immer dazu." Impulse werden von Nikola Djurdjic und Charalampos Mavrias erwartet, die dem Kader angehören. "Sie bereichern die Gruppe nicht nur sportlich, sondern auch mit ihrer Mentalität", sagt Manager Rachid Azzouzi. "Sie haben Bock auf Fortuna und nehmen die Situation an."

Azzouzi will keinen völligen Neustart. Schließlich habe Fortuna in den letzten neun Spielen 14 Punkte geholt. "Wir haben eine Entwicklung als Mannschaft genommen und müssen keine Angst vor Konkurrenten haben, wenn wir unsere Leistung bringen."

Quelle: RP
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