| 12.35 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Wir hatten mal wieder einen Scheißstart"

"Lumpis" emotionale Rückkehr nach Düsseldorf
"Lumpis" emotionale Rückkehr nach Düsseldorf FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf spielt gegen Dynamo Dresden eine lausige Partie und verliert am Ende verdient mit 0:3. Schon nach 26 Sekunden fällt das erste Gegentor. Schneller haben die Rot-Weißen in der 2. Bundesliga noch nie hinten gelegen. Von Jan Dobrick

Das Spiel stand im Zeichen der Rückkehr von Andreas "Lumpi" Lambertz. Der Ex-Fortune kehrte mit Dresden in sein früheres Wohnzimmer Esprit-Arena zurück. Und er fühlte sich so wohl, dass er schon nach 26 Sekunden das 1:0 durch Niklas Hauptmann auflegte. Wirklich wach waren die Düsseldorfer danach trotzdem nicht.

"Lumpi" wurde herzlich empfangen: von den Spielern, von den Fans. "Für immer Fortuna! Willkommen zu Hause, 'Lumpi'", stand auf einem großen Plakat. Bei all der Herzlichkeit und Wiedersehensfreude um den ehemaligen Düsseldorfer Kapitän, der 13 Jahre lang die Knochen für die Flingerner hingehalten hatte, schienen die großzügigen Gastgeber auf dem Feld nur vergessen zu haben, dass auch noch zehn andere Dresdner mitmischten.

"Das war der schlimmste Start, den man erwischen kann. Das steckte dann erst einmal in den Klamotten drin", sagte der gesperrte Axel Bellinghausen in der Halbzeitpause vor dem Sky-Mikrofon. Das 0:2, erzielt durch Akaki Gogia per Sonntagsschuss, sei nicht unverdient, gestand der Routinier.

Fortunas Innenverteidiger Kevin Akpoguma wählte nach dem Schlusspfiff – Dynamo hatte erneut durch Gogia noch ein Tor draufgepackt – deutlichere Worte: "Wir hatten mal wieder einen Scheißstart, so ähnlich wie in Hannover. Uns hat auch der letzte Pass gefehlt, wir hatten keine Effizienz in unseren Aktionen." Die Hausherren wurden zeitweise vorgeführt, bekamen überhaupt keinen Zugriff.

"Da hat eigentlich nichts gepasst"

"Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft verdient verloren. Möglich, dass uns ein paar erfahrene Spieler mehr geholfen hätten, aber das ist hypothetisch", erklärte Trainer Friedhelm Funkel auf der Pressekonferenz. Den Coach beschäftigte nicht nur das ernüchternde Ergebnis, sondern auch die bittere Verletzung von Zweitliga-Debütant Taylan Duman: "Falls sich bei Duman der Verdacht auf einen Wadenbeinbruch bestätigen sollte, wäre das typisch für unsere Saison." Kaum verlässt ein Fortuna-Spieler das Lazarett, wie Julian Koch Anfang der Woche, wird schon wieder einer reingetragen. Neben Duman musste auch Linksverteidiger Lukas Schmitz angeschlagen ausgewechselt werden.

 

Die Düsseldorfer erwischten gegen Dresden einen rabenschwarzen Tag, es reichte nicht einmal für Malocherfußball. "Wir haben alle ein ganz schlechtes Spiel von uns gesehen, müssen das aufarbeiten und daraus lernen", formulierte Rechtsverteidiger Julian Schauerte. Und Sechser Adam Bodzek ergänzte: "Wir hatten selten wirklich guten Zugriff gehabt, da hat eigentlich nichts gepasst."

Wenigstens Fortunas Fans waren in Form

Die Dresdner Mittelfeldspieler durften schalten und walten, wie sie wollten. Bei der Fortuna überzeugten nur die Fans, die ordentlich Stimmung machten. Sie sangen weiter, während Youngster Robin Bormuth die Worte fehlten: "Es fällt mir so unmittelbar nach dem Spiel schwer, das alles einzuordnen. Da finde ich im Moment noch nicht die richtigen Worte, da bin ich noch zu jung für", erklärte der 21 Jahre alte Innenverteidiger.

 
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