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Rom
Klose sagt "Arrivederci" bei Lazio Rom

Rom. Miroslav Klose war bei seinem Abschied vom italienischen Erstligisten Lazio Rom nicht nur nach Feiern zumute. "Ich habe nicht beschlossen wegzugehen", versicherte der Weltmeister nach seinem bewegenden letzten Auftritt im Trikot der Biancocelesti beim 2:4 gegen den AC Florenz.

Außer Wehmut schwang in seinen Worten auch mindestens ein Anflug von Enttäuschung über das scheinbar nicht ganz freiwillige Ende seines fünfjährigen Engagements in der Ewigen Stadt mit.

Das etwas bittere "Arrivederci" versüßten dem 37-Jährigen Fans und Mannschaftskollegen. Der Lazio-Anhang feierte den Liebling mit "Miro, Miro, Miro"-Sprechchören. Kloses Teamkameraden liefen in Trikots mit der Aufschrift "Danke Miro" auf, und die Stadionregie zeigte vor dem Anpfiff auf den Bildschirmen des Olympiastadions die schönsten Treffer des Torjägers.

Klose verabschiedete sich gebührend von "seinem" Publikum - mit seinem 64. Treffer im 171. Pflichtspiel für Rom per Foulelfmeter. Nach Spielschluss wanderte der frühere Stürmerstar von Bayern München mit seinen Zwillingssöhnen Noah und Luan über den Rasen der Arena und schloss eine spätere Rückkehr zu Lazio nicht aus. "Die letzten fünf Jahre werde ich nie vergessen. Ich hoffe, dass ich früher oder später wiederkommen werde, vielleicht als Trainer", sagte Klose und verstärkte damit zusätzlich den Eindruck einer nicht völlig einvernehmlichen Trennung.

Seine Zukunft ließ der WM-Rekordtorschütze offen. Italienischen Medienberichten zufolge sollen die New York Red Bulls den Ex-Nationalspieler mit einem Vertrag bis 2018 locken, dotiert mit mehr als sechs Millionen Euro. Angeblich sind auch mehrere Bundesligisten an dem Routinier interessiert. Ein Karriereende scheint für Klose jedenfalls noch kein Thema: "Ich habe noch Lust zu spielen. Ich werde sehen, was die beste Lösung für mich und meine Familie sein wird."

Zum Abschluss erhielt Klose noch einmal gute Noten. "Er rennt und engagiert sich wie ein Teenager", lobte die Gazzetta dello Sport. Das Match hatte sportlich praktisch keine Bedeutung: Lazio verpasste als Tabellenachter die angestrebte Europacup-Teilnahme.

(sid)
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