Alle Wirtschaft-Artikel vom 18. Januar 2018
Rüsselsheim

Warnstreiks an allen deutschen Opel-Standorten

Mit Warnstreiks in sämtlichen deutschen Opel-Werken hat die IG Metall deutliche Signale an die neue Konzernmutter PSA gesendet. Ohne die Unterstützung der Belegschaft könne eine Umstrukturierung des Autobauers nicht gelingen, sagte gestern der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, vor rund 6000 Demonstranten am Stammwerk in Rüsselsheim. Die IG Metall sei zum Kampf bereit, wenn auf die Opel-Arbeitsplätze zugegriffen werden sollte. Noch arbeiten rund 38.000 Menschen für Opel, rund die Hälfte davon an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach. Der französische PSA-Konzern hatte den deutschen Autobauer im August vom US-Hersteller General Motors übernommen und einen harten Sanierungskurs angekündigt. Seit Jahresbeginn arbeiten Tausende Opelaner kurz. mehr

Frankfurt

Aktionäre erhöhen Druck auf Thyssenkrupp

Kurz vor der Hauptversammlung von Thyssenkrupp hat der schwedische Großaktionär Cevian seinen Forderungen nach einem grundlegenden Umbau des Mischkonzerns Nachdruck verliehen. "Die aktuelle Konglomeratsstruktur ist zu komplex und schwerfällig. Das ist die Ursache für die unterdurchschnittliche Leistung von Thyssenkrupp", sagte Lars Förberg, Gründer und Chef von Cevian. "Hätte das Unternehmen seine eigenen Margenziele erreicht, wäre die Aktie 50 Euro wert, doppelt so viel wie heute. mehr

New York

Steuerreform trifft Banken: Verluste bei Goldman Sachs

Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn. Beide Banken legten gestern ihre Geschäftszahlen vor. Zuvor hatten bereits Rivalen heftige Belastungen wegstecken müssen. mehr

Essen

Kötter verkauft das Geschäft mit Geldtransporten

Die Sicherheitsfirma Kötter hat ihre Geldtransport-Sparte an den schwedischen Konzern Loomis verkauft. Begründet wurde dies mit internationalem Wettbewerbsdruck. Man habe als Familienunternehmen zwar immer wieder in den Geschäftszweig Geld- und Wertdienste investiert, "aber wir wissen auch, dass Kötter im weltweiten Wettbewerb der großen Player nur mit ganz erheblichem Aufwand mithalten könnte", erklärte Verwaltungsratschef Friedrich Kötter. Loomis verfüge über die Möglichkeiten, um die rund 800 Arbeitsplätze in Aachen, Bremen, Dortmund, Düsseldorf-Duisburg, Köln und Paderborn zu erhalten. mehr

Brüssel

Schlechte Luft: Deutschland bekommt Galgenfrist

Im Streit mit der EU-Kommission um die schlechte Luft in Ballungsgebieten bekommt die Bundesregierung eine letzte Chance. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wurde für den 30. Januar von EU-Umweltkommissar Karmenu Vella zum Rapport eingeladen. Eigentlich hatte die EU-Kommission bereits Ende 2017 wegen chronischen Überschreitens von EU-Grenzwerten für Stickoxide gegen Deutschland Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg einreichen wollen. mehr