Alle Wirtschaft-Artikel vom 16. April 2014
Container-Riesen

Reedereien Hapag-Lloyd und CSAV fusionieren

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd und der chilenische Konkurrent CSAV gehen zusammen. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Durch den Zusammenschluss entsteht das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche. Es kommt auf einen Gesamtumsatz von rund zwölf Milliarden Dollar (8,7 Mrd Euro). Die Waren werden von mehr als 200 Schiffen transportiert. Es sei ein bindendender Vertrag über die Zusammenlegung des Containergeschäftes geschlossen worden, berichteten die Unternehmen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden soll das Containergeschäft von CSAV vollständig in Hapag-Lloyd aufgehen. Hauptsitz des Unternehmens bleibt Hamburg. Zudem wird Hapag-Lloyd für das Lateinamerika-Geschäft eine Regionszentrale in Chile bekommen. mehr

Wegen Hypothekenstreitigkeiten

Bank of America erleidet Millionen-Verlust

Streitigkeiten um Hypothekengeschäfte aus der Zeit der Finanzkrise haben ein tiefes Loch bei der Bank of America gerissen. Das zweitgrößte Kreditinstitut des Landes schrieb im ersten Quartal einen Verlust von unterm Strich 276 Millionen Dollar (199 Mio Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Geldhaus aus dem Bundesstaat North Carolina noch 1,5 Milliarden Dollar verdient. "Die Kosten für die Erledigung weiterer Hypothekenthemen hat unser Ergebnis belastet", erklärte Bankchef Brian Moynihan am Mittwoch am Sitz in Charlotte. Die Bank hatte sich nach langem Ringen im März dazu bereiterklärt, die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac für fehlgeschlagene Deals aus den Jahren 2005 bis 2007 zu entschädigen. Hypotheken-Streitigkeiten insgesamt schlugen mit sechs Milliarden Dollar im Quartal zu Buche. mehr

Kapitalmarkt

Athen leiht sich frisches Geld zu niedrigen Zinsen

Athen (dpa) Das schuldengeplagte Griechenland hat sich gestern kurzfristig 1,625 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Zinssatz für die dreimonatigen Papiere beläuft sich auf 2,45 Prozent. Er liegt damit deutlich niedriger als bei vergleichbaren Titeln im Vormonat mit 3,1 Prozent Zinsen, wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte. Es gingen Gebote von über 3,4 Milliarden Euro ein. Athen war vergangene Woche erstmals seit dem Ausbruch der schweren Finanzkrise erfolgreich an den längerfristigen Kapitalmarkt zurückgekehrt. mehr

Frankfurt

Lufthansa-Chef: Sparprogramm geht weiter

Das Spar- und Sanierungsprogramm "Score" der Lufthansa soll nach Vorstellung des scheidenden Vorstandschefs Christoph Franz auch in den kommenden Jahren weitergehen. "Die Zitrone ist nie ausgequetscht, uns fällt immer noch etwas Neues ein", sagte der Chef von Europas größter Fluggesellschaft jetzt in Frankfurt. "Wir müssen jedes Jahr effizienter werden." Auch bei ihrem Gewinnziel für 2015 befinde sich die Lufthansa noch nicht auf der Ziellinie. "Es geht jetzt darum, am Ball zu bleiben und sich da, wo sich die Umwelt verändert, anzupassen", sagte Franz. Auch zu Übernahmen solle die Lufthansa bald wieder in der Lage sein. Der 118 000 Mitarbeiter starke Konzern steckt im größten Umbau seiner Geschichte. Ziel ist, das operative Ergebnis kommendes Jahr auf 2,65 Milliarden Euro zu steigern. mehr

Dubai

Allianzen treiben Etihad-Umsatz

Die Zusammenarbeit mit Air Berlin und anderen Fluggesellschaften beflügelt die Geschäfte der Golf-Airline Etihad. Im ersten Quartal seien über Allianzen und Beteiligungen mit 223 Millionen Dollar fast ein Viertel mehr Erlöse erwirtschaftet worden als vor Jahresfrist, teilte Etihad mit. Der Konzern, Großaktionär von Air Berlin, gehört der Regierung des Emirats Abu Dhabi. Der gesamte Umsatz stieg um 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, die Passagier-Zahl auf 3,2 Millionen. Die Golf-Airline will laut einem Insider für etwa 350 Millionen Euro 49 Prozent an der angeschlagenen Alitalia erwerben. mehr