Alle Wirtschaft-Artikel vom 20. Juli 2017
Paris

EZB-Notenbanker dämpfen Erwartungen vor Ratssitzung

Frankreichs Notenbank-Chef Francois Villeroy de Galhau hat einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Notwendigkeit einer lockeren Geldpolitik unterstrichen. Die Euro-Notenbank habe zwar Fortschritte erzielt, ihr Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent sei aber noch nicht erreicht, sagte das EZB-Ratsmitglied vor einem Ausschuss des französischen Parlaments. "Daher besteht weiterhin Bedarf für unsere konjunkturfördernde Geldpolitik." Wie locker diese sei, hänge von der ökonomischen Lage und dem Preisauftrieb ab. Das Risiko einer Deflation habe die EZB abgewehrt, sagte Villeroy de Galhau. Im Juni lag die Inflation im Währungsraum bei 1,3 Prozent - dem bisher tiefsten Niveau in diesem Jahr. mehr

Berlin

Mindestlohn für Pfleger steigt auf 11,35 Euro

Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt bis Anfang 2020 in mehreren Schritten auf 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten. Eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) passierte das Bundeskabinett in Berlin. Derzeit beträgt der Mindestlohn-Satz für Pflegekräfte 10,20 Euro in Westdeutschland und 9,50 Euro im Osten. Zum 1. Januar 2018 soll er auf 10,55 Euro (Westen) beziehungsweise 10,05 Euro (Osten) steigen. Die Lohnuntergrenze in der Pflege betrifft rund 908.000 Beschäftigte. Wenn Privathaushalte als Arbeitgeber fungieren, gilt der Pflege-Mindestlohn nicht, sondern der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von deutschlandweit derzeit 8,84 Euro pro Stunde. mehr

Berlin

Steuereinnahmen im Juni stark gesunken

Die Steuereinnahmen sind im Juni erstmals seit vielen Monaten wieder gesunken - und zwar deutlich um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der heute veröffentlicht wird. Demnach verringerten sich die Einnahmen des Bundes um 18,2 Prozent, während die der Länder noch geringfügig um 0,3 Prozent zunahmen. Der Gemeindeanteil an den gemeinschaftlichen Steuern erhöhte sich um 10,8 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs das Steueraufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent. mehr