Alle Wirtschaft-Artikel vom 25. April 2014
Nur noch eine Stufe über "Ramsch"

S&P senkt Russlands Bonität

Russlands Kreditwürdigkeit gerät wegen der Ukraine-Krise zusehends unter Druck. Am Freitag senkte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) den Daumen: Die Bonitätsnote wurde um eine Stufe auf "BBB-" reduziert, wie S&P in London mitteilte. Das ist nur eine Stufe über dem sogenannten "Ramschbereich" (Non Investment Grade), der spekulative Anlagen kennzeichnen soll. Der Ausblick für das Rating ist negativ, was weitere Abstufungen erwarten lässt. Auslöser könnten etwa schärfere Sanktionen des Westens sein, schreibt die Agentur. S&P hat recht schnell auf die jüngste Zuspitzung der Krise in der Ukraine reagiert. mehr

Einzelhandel

Neue Karstadt-Chefin sieht Verbesserungen

Essen (dpa) Die neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt sieht bei der Warenhauskette erste Verbesserungen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 werde mit einem kurzfristigen Einsparpotenzial zwischen 30 und 40 Millionen Euro gerechnet, heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Künftig solle auf unnötige Preisreduzierungen im Angebot verzichtet werden. Teilweise sei neu eingegangene Ware bereits reduziert verkauft worden, monierte Sjöstedt. Dadurch seien die Margen unnötig belastet worden. In den verbleibenden rund fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres wolle man bis zu 53 Millionen Euro an Preisreduzierungen vermeiden. mehr

München

Studie: Emissionshandel schadet Wirtschaft nicht

Der zum Klimaschutz eingeführte europäische Emissionshandel schadet der Industrie laut einer Studie weniger als befürchtet. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Forschungsergebnisse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach hätten Firmen, die Emissionszertifikate besitzen müssen, ihren CO2-Ausstoß um ein Fünftel stärker gesenkt als Firmen ohne diese Pflicht. Es gebe keine Anzeichen auf Umsatzrückgänge. mehr

Detroit/Rüsselsheim

Opel macht wegen Sanierung einen höheren Verlust

Der Autobauer Opel kämpft sich weiter aus der Krise. Im ersten Quartal 2014 schrieb der US-Mutterkonzern General Motors (GM) in Europa zwar ein operatives Minus von rund 284 Millionen Dollar (205 Mio Euro), wie GM gestern berichtete. Davon seien aber 200 Millionen Dollar auf Restrukturierungskosten vor allem für das Aus der Autofertigung zum Jahresende in Bochum zurückzuführen. Im Vorjahreszeitraum hatte Opel einen Verlust von 152 Millionen Dollar ausgewiesen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann wertete die Zahlen positiv. Das Wendemanöver sei erfolgreich gewesen - man befinde sich auf dem richtigen Kurs. Bei GM brach der Gewinn je Aktie im ersten Quartal wegen Rückstellungen für mehrere Rückrufaktionen auf 0,06 Dollar von 0,58 Dollar im Vorjahr ein. mehr

Stuttgart

Ex-LBBW-Chef Jaschinski muss Geldauflage zahlen

Nach gut zwei Monaten Verhandlungsdauer hat das Stuttgarter Landgericht das Verfahren gegen Ex-LBBW-Chef Siegfried Jaschinski und weitere ehemalige Vorstände vorläufig eingestellt. Die Angeklagten müssen eine Geldauflage zahlen, Jaschinski muss 50 000 Euro zahlen. Die Anklage hatte den Vorständen zur Last gelegt, die Lage der Bank im Konzernlagebericht 2008 geschönt und Risiken in den Bilanzen nicht richtig dargestellt zu haben. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen. mehr