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Peking
China leidet unter schwächelnder Konjunktur

Peking. Die chinesische Industrie verdient immer weniger Geld. Ihre Gewinne schrumpften im Oktober um 4,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum und damit bereits den fünften Monat in Folge, wie die Statistikbehörde mitteilte. In den ersten zehn Monaten sanken die Gewinne der großen Firmen mit einem Jahresumsatz von umgerechnet mindestens drei Millionen Euro um zwei Prozent. Ihnen machen höhere Kosten zu schaffen. Schlecht lief es vor allem in der Öl-, Stahl-, Kohle- und Bergbau-Branche. Die Börsen in Shanghai und Shenzhen büßten jeweils etwa 5,5 Prozent ein.

Ökonomen zufolge kämpft die Industrie mit Überkapazitäten. "Hohe Lagerbestände sind der Geist, der die Profite drückt", erklärten die Analysten des Finanzhauses Minsheng Securities. "Um davon herunter zu kommen, muss noch ein weiter Weg gegangen werden." Nach jahrzehntelangem Boom kühlt die Konjunktur in China ab. Die Regierung in Peking peilt für 2015 ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent an. Es wäre der schwächste Wert seit etwa einem Vierteljahrhundert.

(rtr)
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