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Karlsruhe
Deutsche Bank: Droht ein neuer Kirch-Prozess?

Karlsruhe. Auch die Bundesanwaltschaft geht offenbar gegen Freisprüche für frühere Top-Manager der Deutschen Bank im Kirch-Prozess vor. Sie verlange, dass der Bundesgerichtshof (BGH) die Freisprüche in einer mündlichen Verhandlung überprüfe, berichtete die "Neue Juristische Wochenschrift" unter Berufung auf Verfahrensbeteiligte.

Damit würde sie die Staatsanwaltschaft München unterstützen, die bereits im Oktober 2016 Revision eingelegt hatte. Die Bundesanwaltschaft und die Deutsche Bank lehnten eine Stellungnahme ab.

Das Landgericht München I hatte im April 2016 die Manager Jürgen Fitschen, Josef Ackermann, Rolf Breuer, Clemens Börsig und Tessen von Heydebreck vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen angelastet, im Schadenersatz-Prozess gegen die Erben von Leo Kirch die Unwahrheit gesagt zu haben. Dafür sah das Gericht aber keine Belege. Im Oktober 2016 beantragte die Staatsanwaltschaft die Aufhebung des Urteils gegen Fitschen, Ackermann und Breuer.

(rtr)
 
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