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Düsseldorf
Grüne lehnen Verkauf der Spielkasinos ab

Düsseldorf. Die von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) angekündigte völlig offene Prüfung zur Zukunft der landeseigenen Spielkasino-Gruppe Westspiel stößt beim Koalitionspartner auf Widerstand. Man habe nicht monatelang darüber diskutiert, dass Westspiel nun auch noch einen Standort in Köln erhalten soll, um nun "alles wieder umzuwerfen", sagt der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Martin-Sebastian Abel unserer Redaktion.

Insbesondere schloss er aus, dass das Unternehmen mit aktuell vier Spielbanken - in Duisburg, Aachen, Dortmund-Hohensyburg und Bad Oeynhausen - privatisiert wird und dann möglicherweise sogar an den Spielhallenbetreiber Gauselmann gehen könnte: "Spielerschutz und Prävention müssen gewährleistet sein. Man macht ja auch nicht die Dalton-Brüder zu Gefängnisdirektoren."

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) gab sich distanziert zu einer neuen Grundsatzdiskussion über die Kasinos. Man könne zwar immer Optionen prüfen, habe sich aber auf eine Strategie geeinigt, die angeschlagene Westspiel-Gruppe zu sanieren. Darum sei ein Verkauf aktuell keine Option.

Positiv bewertet die Opposition die Initiative des Wirtschaftsministers. "Es ist richtig, das Geschäftsmodell der Westspiel-Gruppe grundsätzlich zu durchdenken", sagt Marcus Optendrenk, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Einen Verkauf befürworten würde Ralf Witzel, stellvertretender FDP-Fraktionschef: "Wir brauchen keine Staatskasinos. Die Regierung soll zeitnah ihre Privatisierungspläne vorstellen."

(rky)
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