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Washington
Massiver Ikea-Rückruf in den USA

Ikea Rückruf von 36 Millionen Kommoden
FOTO: ap, CK
Washington. Nach dem Tod von sechs Kleinkindern ruft Ikea 36 Millionen Kommoden zurück.

Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder in Nordamerika zieht der Möbelriese Ikea 36 Millionen Kommoden zurück. In Europa werden die Möbelstücke dagegen weiter verkauft, denn nach den hiesigen Vorschriften sind sie sicher, wie eine Sprecherin sagte. "Ikea-Kommoden sind sicher, wenn sie nach Anleitung an der Wand befestigt werden", teilte das Unternehmen mit. In den USA gebe es einen freiwilligen Sicherheitsstandard der Industrie, der für freistehende Kleiderschränke gelte. "Ikea hat den Standard für freistehende Schränke nicht angenommen, weil Ikea-Kommoden an der Wand befestigt werden sollen", erklärte die Sprecherin. Das Unternehmen nahm auch seine Kunden in die Pflicht: "Wir haben keine Informationen über Kipp-Unfälle mit ordnungsgemäß verankerten Kommoden." Nach den Vorfällen in Nordamerika habe man sich mit der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC auf den Rückruf verständigt. Die Behörde macht die Möbelstücke für den Tod von sechs Kleinkindern verantwortlich - zuletzt sei im Februar ein 22 Monate alter Junge im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen, weil eine "Malm"-Kommode auf ihn gefallen war.

Es ist in diesem Monat schon der vierte Ikea-Rückruf. Erst am Montag hatte der Konzern Schokolade zurückgerufen, weil der Milch- und Haselnussgehalt auf den Packungen nicht ausreichend angegeben war. Weil sich das Treppengitter "Patrull" in mehreren Fällen unerwartet geöffnet hatte, bat Ikea seine Kunden, es wegen Sturzgefahr zurückzubringen. Anfang des Monats hatten die Schweden Kühl- und Gefrierschränke zurückgerufen, weil sich Benutzer einen Stromschlag holen könnten.

(dpa)
 
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