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Marl/Essen
Metro baut Zentrallager in Marl

Metro: Handelskonzern baut Zentrallager in Marl
Archivbild FOTO: dapd, Roberto Pfeil
Marl/Essen. Evonik gibt das Gelände ab - und kauft in Spanien Tierfutter-Geschäft zu.

Der Handelskonzern Metro errichtet ein neues Zentrallager in Marl im nördlichen Ruhrgebiet mit 1000 Arbeitsplätzen. Das gaben die Metro und der bisherige Eigentümer der Fläche, der Chemiekonzern Evonik, bekannt. Das Lager soll auf über 200.000 Quadratmetern Fläche gebaut werden. Die Stellen entstehen schrittweise ab Herbst 2017. Zum Verkaufspreis des Grundstücks machte Evonik keine Angaben.

Evonik betreibt an dem Standort eigene Anlagen und ist Eigentümer des dortigen Chemieparks. Metro und Evonik wollten bei zentralen Aufgaben wie Werksfeuerwehr und der Kälteversorgung des Zentrallagers zusammenarbeiten. "Der Standort Marl ist ein Glücksfall", sagte Metro-Finanzchef Mark Frese. Vor einigen Jahren hatte Evonik in Marl Flächen angekauft, um sich zu erweitern. Dabei wurde auch eine angrenzende Siedlung verlegt. Später ließ die nachlassende Chemiekonjunktur die Pläne aber platzen. Marl leidet unter überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit. Ende 2015 hatte die Stadt mit der Schließung der Zeche Auguste Victoria einen ihrer wichtigsten Arbeitgeber verloren

Zugleich baut Evonik sein Geschäft mit Futtermittelzusätzen aus. Der Konzern hat einen Kaufvertrag für das Probiotikageschäft des spanischen Tierfutteranbieters Norel unterschrieben. Probiotika sind Nahrungsergänzungsmittel, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten. Evonik übernimmt neben den Produkten auch einen Fabrikstandort in Spanien. Mittelfristig sollen 16 Prozent der Evonik-Erlöse mit Produkten erzielt werden, die jünger als fünf Jahre sind. Derzeit liegt der Anteil bei rund 10 Prozent.

(dpa)
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