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Frankfurt
Sorge um Italien: Verluste an Europas Börsen

Frankfurt. Aus Sorge vor einer Regierungskrise in Italien sind europäische Anleger aus Aktien geflüchtet. Vor allem Finanzwerte gerieten unter Druck, da Investoren Rückschläge bei der Sanierung italienischer Institute befürchteten. Der Dax verlor 1,1 Prozent, der europäische Index EuroStoxx50 gab ein Prozent nach. "Das Verfassungs-Referendum am Sonntag ist Italiens Brexit-Moment. Ein Nein würde gewaltige Schockwellen durch die Märkte schicken", sagte Marktanalyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. Umfragen deuten darauf hin, dass die Italiener die Verfassungsreform am 4.

Dezember ablehnen. Das könnte eine politische Krise auslösen, da Ministerpräsident Matteo Renzi für diesen Fall seinen Rücktritt angekündigt hat. Börsianer befürchten, dass ein Sturz der Renzi-Regierung die Sanierung der italienischen Banken erschwert. So benötigt etwa die älteste Bank der Welt, Monte dei Paschi di Siena, fünf Milliarden Euro Kapital. Unicredit sogar 13 Milliarden Euro. Der italienische Bankenindex rutschte um 3,9 Prozent ab.

(rtr)
 
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