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O2 und Three
Brüssel verbietet Milliarden-Fusion auf britischem Mobilfunkmarkt

O2 und Three: Brüssel verbietet Milliarden-Fusion auf britischem Mobilfunkmarkt
Die O2-Zentrale in München. FOTO: dpa, shp htf vfd
Brüssel. Die EU-Kommission hat die geplante Fusion der Mobilfunkanbieter O2 und Three in Großbritannien verboten.

Das teilte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel nach einer besonders gründlichen Wettbewerbsuntersuchung mit. Die Übernahme hätte negative Auswirkungen auf den Wettbewerb und Nachteile für die Verbraucher gebracht.

"Wir hatten starke Bedenken, dass die Verbraucher bei der Suche nach einem passenden Mobilfunkpaket weniger Auswahl gehabt und mehr hätten zahlen müssen als ohne die Übernahme", sagte Vestager.

Durch die Übernahme von O2 durch den Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong, der in Großbritannien bereits den Mobilfunkdienst Three UK anbietet, wäre ein wichtiger Wettbewerber weggefallen.

Mit dem neuen Unternehmen sowie den verbleibenden Konkurrenten Vodafone und Everything Everywhere hätte es nur noch drei Anbieter auf dem britischen Markt gegeben. Das war der EU-Kommission zu wenig.

O2 gehört zurzeit dem spanischen Konzern Telefónica, der über seine Deutschland-Tochter auch hierzulande mit der Marke O2 vertreten ist. Telefónica hatte bereits im Januar 2015 angekündigt, O2 an Hutchison Whampoa verkaufen zu wollen.

 

(tak/dpa/afp)
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