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WestLB
Prozess gegen Ex-Banker soll im August starten

Düsseldorf. Acht Jahre nach dem Auffliegen des Aktienskandals bei der damaligen WestLB scheint ein Strafprozess gegen Ex-Mitarbeiter der früheren Landesbank jetzt doch näherzurücken. Wie ein Sprecher des Landgerichts unserer Zeitung auf Anfrage sagte, ist der Prozessbeginn für August angepeilt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte bereits im März 2011 wegen Untreue, Marktmanipulation und Beihilfe zu beidem Anklage gegen fünf frühere WestLB-Beschäftigte erhoben. Die Händler hatten vor Jahren mit Stamm- und Vorzugsaktien von VW, BMW und Metro spekuliert und darauf gesetzt, dass die Kursdifferenzen zwischen den beiden Aktienarten schmilzen würden. Das Gegenteil war aber der Fall; die WestLB verlor bei diesen Deals nach eigenen Angaben Hunderte Millionen Euro. Das Gericht warte nun auf ein Gutachten zur Höhe der Vermögensschäden, die durch die Derivategeschäfte entstanden sein könnten, so der Gerichtssprecher.

Die Aktiendeals waren kurz vor Ostern 2007 aufgeflogen. Der damalige Konzernchef Thomas Fischer verließ schließlich das Institut -nach einer Erklärung der Düsseldorfer Landesbank, Fischer habe keinen "aktiven Beitrag" zu den Fehlspekulationen geleistet.

(gw)
 
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