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Traditionswerft
ThyssenKrupp verkauft Blohm+Voss an Araber

August Thyssen - ein Globalisierer und sein Werk
August Thyssen - ein Globalisierer und sein Werk FOTO: Stadtarchiv Duisburg
Düsseldorf (RPO). Die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss wechselt in arabischen Besitz. Der Mischkonzern ThyssenKrupp machte inzwischen den Weg frei für den geplanten Verkauf weiterer Teile an die arabische Schiffbaugruppe Abu Dhabi MAR. Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) habe der Transaktion nun zugestimmt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch. Blohm + Voss hat rund 1700 Beschäftigte.

ThyssenKrupp hatte im Oktober bereits mitgeteilt, die Mehrheit der Werft an die Araber veräußern zu wollen. Abu Dhabi MAR soll 80 Prozent der Bereiche Shipyards, Repair und Industries übernehmen. Militärschiffe wollen die Araber mit ThyssenKrupp in einem Gemeinschaftsunternehmen bauen, an dem die Partner jeweils 50 Prozent halten. Zudem übernimmt der Investor zivile Schiffbauaktivitäten und 180 Mitarbeiter von HDW Gaarden in Kiel.

Der größte deutsche Stahlkonzern hat sich in den vergangenen Monaten aus weiten Teilen seines Werftengeschäfts zurückgezogen, das ihm zuletzt hohe Verluste einbrockte. Die Nordseewerke Emden gingen an die SIAG Schaaf Industrie, die dort Komponenten für Windräder auf hoher See fertigen will. ThyssenKrupp möchte überdies auch seine griechische Werftentochter HSY an Abu Dhabi MAR verkaufen.

(RTR/felt)
 
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