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Abgas-Affäre
Im Januar startet VW riesige Rückruf-Aktion

CO2 und Co.: Diese Stoffe kommen aus dem Auspuff
CO2 und Co.: Diese Stoffe kommen aus dem Auspuff
Frankfurt. Die VW-Rückrufaktion von 8,5 Millionen betroffenen Autos kann wie geplant ab Ende Januar starten. Der Wolfsburger Konzern hat mitgeteilt, dass das Kraftfahrt-Bundesamt alle vorgeschlagenen Maßnahmen bewilligt habe. 2,4 Millionen Autos sind allein in Deutschland betroffen. 

Volkswagen kann wie geplant die manipulierten Motoren von Millionen Diesel-Fahrzeugen ab Ende Januar in Ordnung bringen. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe alle vorgeschlagenen Maßnahmen bewilligt, teilte der Wolfsburger Konzern am Mittwoch mit.

Der Rückruf der 8,5 Millionen betroffenen Autos in den EU-Staaten, davon 2,4 Millionen in Deutschland, mit dem Motor EA189 soll in drei Wellen abgewickelt werden. Zunächst sind die Motoren mit 2,0 und 1,2 Liter Hubraum im ersten und am Ende des zweiten Quartals dran. Hier reiche ein Software-Update aus, das eine halbe Stunde Arbeitszeit erfordere.

Bei den mittelgroßen 1,6-Liter-Motoren muss zusätzlich zum Update ein Plastikrohr, ein so genannter Strömungsgleichrichter, eingebaut werden. Das soll weniger als eine Stunde dauern. Diese Fahrzeuge werden ab dem dritten Quartal in die Werkstätten gerufen. Die Autos erfüllten nach Umsetzung der Maßnahmen die gültigen Abgasnormen, ohne dass Motorleistung und Verbrauch beeinträchtigt würden. Den Kunden stehe bei Bedarf kostenfrei eine angemessene Ersatzmobilität zu. 

Diese Marken gehören zu Volkswagen FOTO: dpa, woi vfd tmk

Der Wolfsburger Konzern ist zur größten Rückrufaktion seiner Geschichte gezwungen, weil er weltweit elf Millionen Diesel-Autos mit einer illegalen Software ausgestattet hatte. Diese senkt den Stickoxid-Ausstoß nur im Prüfstand, während er im normalen Fahrbetrieb die zulässigen Grenzwerte weit übersteigt.

Volkswagen drohen daher hunderte von Sammelklagen in den USA und Europa auf Schadensersatz, etwa weil das gekaufte Auto nicht so umweltfreundlich war wie angegeben. Mit Blick auf rechtliche Ansprüche der Kunden erklärte das Unternehmen, diese bis Ende 2017 nicht verjähren zu lassen.

(jf/REU)
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