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Wolfsburg
VW darf weitere 460.000 Fahrzeuge zurückrufen

Wolfsburg. Volkswagen darf 460.000 weitere Fahrzeuge technisch umrüsten, die vom Dieselskandal betroffen sind. Das Kraftfahrtbundesamt habe die Nachbesserungslösungen freigegeben, teilte VW gestern mit. Es handele sich um Wagen mit dem kleinen 1,2-Liter-Motor wie etwa bei den Modellen Volkswagen Polo und Seat Ibiza. Die Halter würden nun aufgefordert, sich mit einer Werkstatt in Verbindung zu setzen. "Die Fahrzeuge erfüllen nach der Umrüstung alle gesetzlichen Anforderungen", so VW.

VW hatte weltweit mithilfe einer Software die Abgaswerte von rund elf Millionen Dieselfahrzeugen manipuliert - das hatte die US-Umweltbehörde EPA im September 2015 bekanntgemacht. Kurz danach war VW-Chef Martin Winterkorn zurückgetreten. Nun plane der 69-Jährige die Rückkehr in die Wirtschaft, schrieb "Bild am Sonntag". Dem früheren Top-Manager lägen mehrere Angebote von Dax-Konzernen für Aufsichtsratsmandate sowie von wissenschaftlichen Instituten vor. Eine Voraussetzung sei erfüllt: Demnach habe die US-Kanzlei Jones Day, die im VW-Auftrag den Dieselskandal bei dem Autobauer untersucht, keine persönliche Schuld Winterkorns in dem Fall festgestellt. Ein VW-Sprecher wollte dies gestern nicht kommentieren. Der Bericht der Kanzlei wird frühestens für das Jahresende erwartet.

(dpa)
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