Alle Artikel vom 22. Juli 2014
Mönchengladbach

Mercedes-Benz-Mitarbeiter starten Protest

Es ist gar nicht so einfach, in Gladbach ein paar Luftballons aufsteigen zu lassen. "Dazu bräuchte es eine Genehmigung vom Flughafen", sagt Frank Taufenbach, Gewerkschaftssekretär der IG Metall. Aber die Ballons auf Kommando gemeinschaftlich platzen zu lassen, passt von der Symbolik her sowieso viel besser. Denn die 110 Mitarbeiter von Mercedes-Benz an der Krefelder Straße fürchten um ihre Zukunft, sobald der Autobauer sich wie angekündigt von der Niederlassung (und etlichen weiteren) trennt. mehr

Rheinberg

Schon jetzt Karten für die Jubiläumsshow von Glam Bam sichern

Einen einzigen Auftritt wollten Glam Bam damals spielen. Das war vor 15 Jahren. Es sind bisher weit mehr als 100 Konzerte geworden. Immer noch werden die Songs aus der Zeit von Mal Sondock und Ilja Richter auf die Bühnen gebracht. Nun laden die Musiker zur schrillen Jubiläumsshow in den Schwarzen Adler in Vierbaum ein. Am Samstag, 20. Dezember, 20 Uhr, gibt es an der Baerler Straße 96 die großen Glam- und Glitter-Hits von Sweet, Slade, T. Rex, Suzie Quatro, Mud und vielen anderen. Inklusive der schönsten X-Mas-Songs. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen. mehr

Osnabrück

Ausstellung über "Im Westen nichts Neues"

Eine Ausstellung über die Entstehung des berühmten Anti-Kriegsromans "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist ab 31. Juli in Osnabrück zu sehen. Die Schau solle Klarheit in die von Legenden geprägte und von Lügen verstellte Entstehungsgeschichte des Werks bringen, teilte die Stadt Osnabrück mit. Erstmals zu sehen sind Originaldokumente von den ersten Entwürfen Remarques, die noch während des Ersten Weltkriegs entstanden. mehr

Gastronomie

Mindestlohn treibt Hotelkosten in die Höhe

Berlin (dpa) Kellner und Zimmermädchen bekommen ab Januar einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro. Verhandlungen für eine Übergangsregelung waren gescheitert. Für Kneipen und Hotels vor allem in Ostdeutschland bedeutet das erhebliche Mehrkosten, da der Mindestlohn auch für Minijobber und Studenten gilt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga erwartet bei einigen Betrieben in Ostdeutschland deshalb Kostensteigerungen von 20 Prozent. Auch Schließungen seien nicht ausgeschlossen. In Westdeutschland ändere sich dagegen nichts, da dort schon jetzt mehr als 8,50 Euro bezahlt würden. mehr

Berlin

Große Koalition hebt das Bafög um sieben Prozent an

Die große Koalition will das Bafög für Schüler und Studenten im Herbst 2016 um sieben Prozent anheben. Auch Elternfreibeträge, Wohn- und Kinderzuschüsse für Studierende sollen erhöht werden. Insgesamt werde der Bund seine Ausgaben für die staatliche Ausbildungsförderung um 500 Millionen auf gut vier Milliarden Euro jährlich erhöhen, kündigte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) gestern in Berlin an. Der Bundesrat soll der Reform am 19. Dezember zustimmen - bis dahin stehen aber noch schwierige Verhandlungen an. mehr

Essen

Aldi-Mitgründer Karl Albrecht gestorben

Nach dem Tod des Aldi-Mitgründers Karl Albrecht hat der Handelskonzern den Firmenpatriarchen als "gerechten und stets berechenbaren Unternehmer" gewürdigt, der seine christlichen Werte gelebt habe. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) bezeichnete Albrecht als "eine der bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten unseres Landes". Mit seinem 2010 verstorbenen Bruder Theo habe Karl Albrecht den Einzelhandel in Deutschland nachhaltig verändert. Albrecht, der 94 Jahre alt wurde, war bereits am vergangenen Mittwoch gestorben und wurde gestern in Essen beigesetzt. Nach Schätzungen des Wirtschaftsmagazins "Forbes" war Karl Albrecht seit Jahren der reichste Deutsche. Sein geschätztes Vermögen lag zuletzt bei mehr als 18 Milliarden Euro. mehr

Düsseldorf

Kroos findet Kritik an Jubeltanz bei WM-Feier "lachhaft"

Es war einmal eine Gruppe von jungen Männern, die freute sich unheimlich über den 1:0-Sieg gegen Argentinien und den vierten Titelgewinn der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die sechs Akteure der Kreativabteilung des DFB präsentierten deshalb auf der Bühne am Brandenburger Tor am vergangenen Dienstag ein Freudentänzchen. In gebeugter Haltung sangen Miroslav Klose, Roman Weidenfeller, Shkodran Mustafi, André Schürrle, Mario Götze und Toni Kroos: "So geh'n die Gauchos", um später aufgerichtet hinzuzufügen: "So geh'n die Deutschen." mehr

Rom

Wieder 1800 Flüchtlinge vor Italien gerettet

Die italienische Marine hat nach eigenen Angaben am Wochenende rund 1800 Menschen auf dem Mittelmeer von überfüllten Booten gerettet. Zudem habe die Besatzung eines Handelsschiffes vor der libyschen Küste 61 Flüchtlinge aus einem sinkenden Schlauchboot geholt. Nach Angaben von Überlebenden seien vermutlich 15 weitere Insassen ertrunken. In diesem Jahr haben Marine und Küstenwache schon mehr als 70 000 Flüchtlinge von teils seeuntüchtigen Booten gerettet. mehr

Dresden

Zahl der Toten des Busunglücks steigt auf elf

Die Zahl der Toten des schweren Busunglücks auf der Autobahn 4 in Dresden ist auf elf gestiegen. Auch der letzte Insasse des Kleinbusses sei gestorben, sagte Lorenz Haase von der Dresdner Staatsanwaltschaft. Acht der Todesopfer - drei Frauen und fünf Männer zwischen 32 und 75 Jahren - sind polnische Staatsbürger, die drei anderen noch nicht identifiziert. Ein Reisebus war in der Nacht zum Samstag zunächst auf einen anderen Reisebus aufgefahren und dann auf der Gegenfahrbahn gegen den Kleinbus gerast. Die Ursache eines der schlimmsten Busunglücke in Deutschland ist weiterhin unklar. mehr

Stuttgart

Tantra-Masseurin muss Sexsteuer zahlen

Tantra-Massagen sind nicht bloß Wellness, sondern auch ein Sexerlebnis - und damit steuerpflichtig. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wies die Revisionsklage der Besitzerin eines Massagesalons gegen die Stadt Stuttgart ab. Im vergangenen Herbst war die Klägerin bereits vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart mit einer Klage gegen die Steuer gescheitert. Eine erneute Revision ließ der VGH nicht zu. Die Masseurin erwägt nun, sich dagegen beim Bundesverwaltungsgericht zu beschweren. Nach Auffassung der Richter bietet die Klägerin in ihrem Betrieb gezielt die "Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen". mehr