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Patientenbeauftragter zieht gemischte Bilanz
Probleme mit Termingarantie beim Arzt

Probleme mit Termingarantie beim Arzt
Vor 100 Tagen startete die Termingarantie. FOTO: dpa, sja kat rho
Berlin. Bei der Vermittlung von Facharztterminen durch Services-Stellen der Ärzteschaft sieht der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), 100 Tage nach dem Start Nachbesserungsbedarf. Von Eva Quadbeck

"Die Terminservicestellen müssen bürgerfreundlich und gut erreichbar sein. Ob das in allen Bundesländern der Fall ist, da habe ich meine Zweifel. Hier gibt es bislang einen ziemlichen Wildwuchs", sagte Laumann unserer Redaktion.

Seit Ende Januar müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen Facharzttermine für Patienten vermitteln, die keinen Arzt finden. Voraussetzung ist, dass die Patienten eine als dringlich gekennzeichnete Überweisung von ihrem Hausarzt vorlegen können. Dann muss die KV innerhalb von vier Wochen für sie einen Arzt in zumutbarer Entfernung finden. Besonders gefragt seien Termine bei hoch spezialisierten Fachärzten wie Neurologen, Radiologen, Kardiologen und Gastroenterologen, heißt es in einer Mitteilung der KV Nordrhein.

"Der Bedarf an den Terminservicestellen ist da: Alleine die KV Niedersachsen hat in den ersten drei Monaten fast 16.000 Anrufe erhalten und mehr als 4700 Termine vermittelt. In Nordrhein-Westfalen wurden sogar rund 7200 Termine vermittelt", sagte Laumann.

Die Ärzteschaft, die am heutigen Mittwoch offiziell Bilanz ziehen möchte, sieht das etwas anders. "Von der Servicestelle profitieren mit Blick auf das Gesamtvolumen der Behandlungsfälle nur relativ wenige Patienten, hieß es von der KV Nordrhein.

Laumann hingegen mahnt besseren Service an. Wenn beispielsweise die Terminservicestelle der KV Brandenburg nur zwei Stunden am Tag telefonisch erreichbar sei, sei das nicht ausreichend. "Hier müssen einige KVen offenbar nachbessern."

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