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Hannelore Kraft wütend über "Nafri"-Kritik
"Diese Debatte war unsäglich"

Hannelore Kraft über "Nafris": "Diese Debatte war unsäglich"
Hannelore Kraft bei der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb in Köln. FOTO: dpa, obe nic
Köln. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat sich mit großem Nachdruck von der Kritik am Einsatz der Kölner Polizei in der vergangenen Silvesternacht distanziert. Sie selbst bedankte sich erneut ausdrücklich bei der Polizei. 

Kraft ist nach eigenen Worten "wahnsinnig wütend" über die Debatte zum Einsatz der Kölner Polizei in der letzten Silvesternacht.  "Es war unsäglich, diese Debatte", sagte Kraft am Montag bei der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb in Köln.

Das gezielte Kontrollieren von Nordafrikanern durch die Kölner Polizei in der Silvesternacht hatte kurz danach eine Rassismus-Debatte ausgelöst. Während die Grünen-Vorsitzende Simone Peter die Polizei zunächst kritisierte, nahmen viele andere Politiker von CDU, CSU, SPD und auch Grünen die Beamten in Schutz. 

1000 junge Männer am Bahnhof

In der Silvesternacht waren erneut etwa 1000 junge Männer zum Kölner Hauptbahnhof gekommen. Etwa 650 von ihnen wurden überprüft, bei ihnen handelte es sich fast ausschließlich um Nordafrikaner.

Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte, ohne diese Kontrollen hätten sich die schweren Übergriffe und Diebstähle in der Silvesternacht des Vorjahres wiederholt.

(csi/lnw)
 
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