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NRW
31 Angriffe auf Geldautomaten – LKA jagt holländische Banden

Geldautomat in Mönchengladbach gesprengt
Geldautomat in Mönchengladbach gesprengt FOTO: dpa, ve htf
Düsseldorf. Über 30 Geldautomaten-Sprengungen und zahlreiche Blitzeinbrüche in NRW gehen auf das Konto von mehreren Banden aus den Niederlanden. Das LKA hat jetzt eine eigene Ermittlergruppe eingesetzt, um den Tätern auf die Spur zu kommen. 

"Es gab bislang 31 Angriffe auf Geldausgabeautomaten in diesem Jahr, davon acht Versuche, bei denen die Täter scheiterten. Dies muss beendet werden", erklärte der Direktor des LKA NRW, Uwe Jacob, am Donnerstag in Düsseldorf. Unter der Leitung erfahrener Ermittler setzte er eine Ermittlungsgruppe ein, die ab sofort alle Straftaten in diese Richtung auswerten wird, um die Täter zu fassen. 

Audi-Bande setzt offenbar Fluchtauto in Brand FOTO: Jungmann

Nach Erkenntissen des LKA in Zusammenarbeit mit niederländischen Behörden sollen die Täter aus mehreren Gruppen in den Niederlanden bestehen, die abwechselnd Geldautomaten in der Region sprengen und mit PS-starken Fahrzeugen, insbesondere der Marken BMW und Audi, flüchten. Besonders im Gedächtnis blieb hier die rasante Verfolgungsjagd der sogenannten Audi-Bande quer durch NRW, an der zahlreiche Streifenwagen und ein Hubschrauber beteiligt waren. 

Auch drei Blitzeinbrüche in Leverkusen, Bielefeld und Hagen im August 2015 werden den niederländischen Banden zugerechnet. 

Fotos: Nettetal: Unbekannte sprengen Geldautomaten FOTO: Jungmann

Das LKA prüft nun gemeinsam mit den Herstellern von Geldautomaten, wie die Systeme sicherer gemacht werden können. Erste Sparkassen hatten bereits mitgeteilt, aus Sicherheitsgründen ihre Foyers mit Geldautomaten nachts zu schließen. 

(met)
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