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Dormagen
Jobst Wierich auf den Spuren seines Vaters

Dormagen: Jobst Wierich auf den Spuren seines Vaters
Der Hausherr im Historischen Rathaus, Bürgermeister Erik Lierenfeld (l.), und der Sohn des Platz-Namensgebers, Jobst Wierich, neben dem neuen Schild, mit dem auf die Adresse Paul-Wierich-Platz 1 aufmerksam gemacht wird. FOTO: cw-
Dormagen. Dass der Rathausplatz vor dem Historischen Rathaus nach dem 2003 verstorbenen Dormagener Ehrenbürger Paul Wierich benannt ist, steht nun auch auf einem neuen schmucken Schild am Treppenaufgang. Von Carina Wernig

Vor einem Monat wurde es als Teil der großen Nachbarschaftsfeier anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Werk am Rhein" vom Chempark der Stadt Dormagen geschenkt. "Für mich war das sehr emotional", erklärt Jobst Wierich, der Sohn des langjährigen Beigeordneten und Stadtdirektors, der die Entwicklung Dormagens vom Straßendorf 1938 mit 12.000 Einwohnern zur modernen Stadt 1986 mit 55.000 Einwohnern mitgestaltet hatte. Für ihn war sein Vater gedanklich stets dabei, bereits in der Vorbereitung des Bayer-Jubiläums, bei der Jobst Wierich als Leiter Politik und Bürger-Dialog des Chemparks Dormagen, maßgeblich mitbeteiligt war.

"Für ihn schließt sich heute der Kreis", machte dann auch Bürgermeister Erik Lierenfeld beim Chempark-Geburtstagsfest auf die verwandtschaftlichen Bande Jobst Wierichs mit dem Namensgeber des Rathausplatzes aufmerksam. Er setze das Werk seines Vaters fort, indem das Herz der Stadt weiter verschönert werde. "Paul Wierich war Ur-Dormagener. Ihm haben wir erheblich mit zu verdanken, dass unser Historisches Rathaus heute noch steht. Er hat in den 80er Jahren auch Spenden gesammelt, damit der Turm mit dem beliebten Glockenspiel wiederaufgebaut werden konnte. Der Chempark trug dazu ebenfalls mit einem großzügigen Geldbetrag bei", sagte Lierenfeld, der der jetzigen Initiative um Jobst Wierich dankte, die mit Bänken, Pflanzkübeln, Pflanzen und der Beleuchtung des Historischen Rathauses für ein "gutes Gemeinschaftswerk für Dormagen" gesorgt habe. Vieles von dem, was Dormagen immer noch lebens- und liebenswert macht, trägt die persönliche Handschrift Paul Wierichs.

"Mein Vater hat die Entwicklung Dormagens von städtischer Seite begleitet. Jetzt hatte ich die Chance, meinen Beitrag als Nachbar und Vertreter eines Industriebetriebs zu leisten", weist Jobst Wierich auf das Jubiläumsjahr hin, das mit vielen Feiern begangen wird, wie am 8. Oktober mit einer Linedance-Benefizveranstaltung mit dem Bürger-Schützen-Verein Dormagen - beim BSV war sein Vater Ehrenmitglied.

"Wir freuen uns, mit vielen geschätzten Partnern etwas im Jubiläumsjahr auf die Beine zu stellen", so Jobst Wierich, der auch auf das "Frühstück mit Herz" der Bürgerstiftung Dormagen am 26. August verweist, das ihm sehr am Herzen liegt. "In Dormagen gibt es erfreulicherweise viele engagierte Menschen, die sich für ihre Stadt einsetzen und gemeinsam auf kurzen Wegen die Gemeinschaft verbessern."

Auch dass er als Schirmherr bei der Tannenbusch-Woche im Einsatz war, hat Jobst Wierich weiter mit seinem Vater verbunden, der 1955 Mitbegründer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Dormagen war und drei Jahre darauf den Tierpark mit aufgebaut hatte. "Als Junge bin ich in der Freizeit fast nur im Tannenbusch unterwegs gewesen", erinnert sich der 61-Jährige daran, dass er das Damwild- und Wildschweingehege mitgebaut hat. "Ich bin immer noch gern im Tannenbusch, wo ich früher oft gejoggt bin", sagt Jobst Wierich, der 1992 vom TSV Bayer Dormagen zum Bayer-Werksbüro wechselte, wo er öffentlichkeitswirksam das 75-Jährige des heutigen Chemparks mit vorbereitete - ein weiterer Kreis, der sich für ihn schließt.

Quelle: NGZ
 
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