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Dormagen
Keine neuen Flüchtlingsunterkünfte

Dormagen. Die beauftragten Unterkünfte in Delhoven und Nievenheim starten erst 2017. Von Carina Wernig

Nach Monaten mit sinkenden Flüchtlingszahlen verkündete der Erste Beigeordnete Robert Krumbein gestern im Hauptausschuss wieder steigende Zahlen: Insgesamt leben zurzeit 836 Flüchtlinge in Dormagen, die meisten davon in der Unterkunft Am Wäldchen (174), gefolgt von Mietwohnungen (172) und dem Welcome-Center (126. "Wir erwarten in den Monaten Oktober und November insgesamt weitere 240 Flüchtlinge, die uns zugewiesen werden", erklärte Krumbein. Seine Botschaft: "Wir brauchen zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen, zusätzlichen Flüchtlingsunterkünfte zu beschließen."

Denn in den nächsten Monaten werden die beiden Unterkünfte am Rudolf-Harbig-Weg in Horrem und Auf'm Pohlacker in Rheinfeld an den Start gehen. Die beiden weiteren schon beauftragten Unterkünfte am Sportplatz in Delhoven und an der Marie-Schlei-Straße in Nievenheim werden jedoch erst ab Januar bzw. Februar 2017 mit jeweils 90 Plätzen betrieben - rechtzeitig, um die 180 dann nicht mehr zur Verfügung stehenden Plätze im Covestro-Hochhaus Am Wäldchen kompensieren zu können.

Allerdings wies Krumbein darauf hin, dass die Berechnung eben nur eine Prognose sei, die sich noch ändern könne: Sie geht von insgesamt 1015 Flüchtlingen bis zum Jahresende aus, bei 1078 Plätzen, wenn 86 weitere Flüchtlinge in Mietwohnungen untergebracht werden können. Dann könnte auch die Unterkunft im ehemaligen Archiv an der Dormagener Straße für 29 Personen aufgegeben werden.

Dazu rechnet die Stadt mit weiteren 150 Flüchtlingen im ersten Halbjahr 2017, bei geschätzten 30 Abgängen, so dass Ende Juni 2017 dann 1135 Flüchtlinge in Dormagen leben - wenn bis dahin weitere 60 Flüchtlinge in Mietwohnungen unterkommen, stehen Mitte 2017 dann 1138 Plätze zur Verfügung.

Am Rande ihres Besuchs in Horrem hatte Regierungspräsidentin Anne Lütkes im Namen des Landes und der Bezirksregierung der Stadt Dormagen ausdrücklich für deren Engagement in Flüchtlingsfragen gedankt: "Die Zusammenarbeit war gut, wir haben viel und intensiv telefoniert, jedoch immer wieder die bestmögliche Lösung für menschenwürdige Unterkünfte gefunden." Dormagen zeige, wie Integration mit Leben gefüllt werde, sie gelinge nicht nur auf dem Papier.

Quelle: NGZ
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