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Dormagen
"Pink Pulse" geht auf eine vierzigjährige Zeitreise

Dormagen. Bereits zum zweiten Mal lieferte die Pink-Floyd-Tribute-Band einen Abend zum Mitsingen und Genießen. Von Vera Straub-Roeben

"Pink Pulse" haben das Unmögliche möglich gemacht und das Publikum auf eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Popgeschichte mitgenommen. Bereits zum zweiten Mal gastierte die Pink-Floyd-Tribute-Band auf der Bühne der Dormagener Kulturkirche und begeisterte noch mehr Besucher als beim vergangenem Mal: Gut 100 Pink-Floyd-Fans kamen, applaudierten, sangen mit und rockten das Haus. Hit an Hit präsentierte die nach eigenen Aussagen authentischste Pink-Floyd-Tribute-Band dem begeisterten Publikum, das vor allem bei Klassikern wie "High Hopes" oder der hinreißenden Ballade "Wish you were here" jedes Wort mitsingen konnte und mit Applaus nicht gerade sparsam umging.

"Es ist schön, wieder hier zu sein. Das ist fast wie nach Hause zu kommen", sagte Frontmann Michael Niess, der bei geschlossenen Augen beinahe wie Syd Barret und seine recht zahlreichen Nachfolger klingt, es jedoch versteht, jedem Stück seine eigene Note zu geben. Und der Mix funktionierte hervorragend: Sie lieferten einen Abend zum Mitsingen, Schwelgen und Genießen - genossen sie doch selbst sichtlich jeden Ton. Doch auch die übrigen Band-Mitglieder - Armin Lübcke am Keyboard, Matthias Mille und Thomas Schwan an den Gitarren, Lothar Jung am Bass, Christian Stricker am Schlagzeug, die Background-Sängerinnen Charlotte Fischer und Anna Holz, Jörg Schulte am Saxophon - konnten zeigen, wie gut sie die Materie beherrschen: Mit traumwandlerischer Sicherheit entlockten sie ihren Instrumenten die richtigen Töne, und dafür bieten die Lieder von Pink Floyd bekanntermaßen auch ausreichend Gelegenheit. Denn die Band war nicht nur für die markanten Stimmen der Sänger bekannt, sondern auch dafür, den Instrumenten Raum zu geben.

Normalerweise überraschen "Pink Pulse" ihr Publikum mit lustigen Gimmicks, etwa mit dem Lehrer aus "The Wall" als lebensgroße Puppe oder einem Schwein, das durch die Menge fliegen kann. Darauf haben sie in dem kleinen Saal verzichtet, nicht jedoch auf eine pinke Puppe, die am Bühnenrand Platz gefunden hatte und die Videos zu den einzelnen Songs, die die teils mysthischen, teils rockigen oder ruhigen Klänge mit aussagekräftigen Bildern untermalten.

Auch Pfarrer Frank Picht zeigte sich begeistert: "Da es die Band Pink Floyd nicht mehr gibt, freuen sich die Fans umso mehr, wenn sie eine gute Tribute Band erleben können." Das ist auf jeden Fall gelungen.

Quelle: NGZ
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