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Dormagen
Versenkbarer Zaun soll gegen Hochwasser schützen

Dormagen. Eine Kombination aus stationärem und mobilem Hochwasserschutz wurde am Dienstagabend auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses in Zons vorgestellt. Im Boden versenkte Pfähle, Netze und Planen sollen sich schnell zu einem Schutzzaun aufstellen lassen. "Das ist heute nur der erste Schritt, jetzt lassen wir das System auf absolute Hochwassersicherheit prüfen", erklärte Deichgräf Reinhard Hauschild. So beauftragte der Erbentag, das Spitzengremium des Deichverbandes Dormagen/Zons, die Planungsbüros, dieses Konzept zu hinterfragen.

Vor rund 30 interessierten Bürgern und Erbentagsmitgliedern demonstrierte Hartmut Wibbeler, Geschäftsführer der Aquaburg Hochwasserschutz GmbH, wie schnell sich die Pfosten, Metallnetze, die auch Treibgut standhalten sollen, und Planen aus dem Boden herauslösen lassen. "Die Vorführung war beeindruckend, jetzt sollen unsere Experten klären, ob dieses System in Frage kommt", so Hauschild. Es könnte gerade an Stellen wie am Heckhof zum Einsatz kommen, wo der bisherige mobile Hochwasserschutz nicht mehr ausreicht und bei der anstehenden Deichsanierung ersetzt werden muss. "Bisher habe ich mich wegen der Lagerung, des Aufwands und des nötigen Personals immer gegen mobile Lösungen ausgesprochen, dieses System scheint ein gangbarer Kompromiss zu sein", weist Hauschild darauf hin, dass die Schutzfläche innerhalb kürzester Zeit aufzustellen wäre und auch Lagerhaltung und Transport entfallen würden: "Das wäre eine Riesenerleichterung." Bevor dieses System jedoch zum Einsatz kommt, muss noch einiges geklärt werden. "Es kommt auf die Sicherheit und die Nachhaltigkeit an", betont Hauschild. Die Folie werde seit 1993 erfolgreich auf dem Stuttgarter Stadiondach eingesetzt, wo "die größte Gefahr fürs Material von UV-Strahlen ausgeht", wie Wibbeler auf die meist kurze Einsatzzeit im Hochwasserschutz verwies.

(cw-)
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