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Bürgerstiftung Dormagen
"Wir wollen Dormagen unterstützen"

Bürgerstiftung Dormagen: "Wir wollen Dormagen unterstützen"
Drei Vertreter der Bürgerstiftung Dormagen (v.r.): die stellvertretende Vorsitzende Agnes Meuther, Hans-Jürgen Peters, Vorstand Finanzen, und Christoph Geldmacher, Mitglied im Stiftungsrat. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Zum zehnjährigen Bestehen ruft die Bürgerstiftung mit einer Wette, die beim städtischen Neujahrsempfang am Sonntag präsentiert wird, zu mehr Zustiftungen auf. Außerdem sind eine Party und ein Charity-Dinner geplant.

Frau Meuther, die Bürgerstiftung Dormagen feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Welche besonderen Aktionen planen Sie?

Agnes Meuther Wir wollen erreichen, dass in diesem Geburtstagsjahr der Bürgerstiftung die Dormagener das Stiftungskapital, das zurzeit 357.000 Euro beträgt, um 65.000 Euro erhöhen. Dass das gelingt, darum haben unser Vorsitzender Martin Voigt und Bürgermeister Erik Lierenfeld gewettet. Schaffen wir diese Summe, die einem Euro pro Dormagener Einwohner entspricht, werden die Beiden jeweils 20 Stunden in gemeinnützigen Vereinen und Einrichtungen in Dormagen arbeiten. Was sie dann machen müssen, entscheidet Wettpate Hermann Gröhe als "Schiedsrichter".

Wie können sich die Dormagener daran beteiligen?

Meuther Wir haben ein Zustiftungskonto bei der Sparkasse Neuss eingerichtet (IBAN DE83 3055 0000 0093 5025 73). Ab einem Betrag von 20 Euro erhält jeder Zustifter eine Zuwendungsbescheinigung, die beim Finanzamt geltend gemacht werden kann. Dazu müssen Name und Anschrift bei der Überweisung genannt werden. Das Verfahren wird auf unserer Homepage unter www.buergerstiftung-dormagen.de erläutert. Am Sonntag wird beim städtischen Neujahrsempfang die Wette auch präsentiert. Die Bürger können sich im Kapital verewigen.

Welche weiteren Pläne haben Sie für 2018?

Meuther Wir wollen mit einem großen Charity-Dinner für mindestens 100 Leute, zu dem der Zonser Kochklub ein Mehr-Gang-Menü kochen wird, die Zustiftungs-Wette der Bürgerstiftung Dormagen unterstützen. Es soll am 25. August im Haus für Horrem stattfinden. Am 7. September wollen wir mit den Dormagenern auf dem Rathausplatz mit viel Musik ein Bürgerstiftungs-Fest feiern. Dabei soll dann bekannt gegeben werden, ob das Ziel der 65.000 Euro erreicht werden konnte. Dazu gibt es ein Geschenk an die Dormagener Vereinswelt.

Herr Peters, wie unterstützt die Bürgerstiftung die Dormagener?

Hans-Jürgen Peters Das Geld bleibt in Dormagen: Seit unserer Gründung 2008 haben wir mit rund 200.000 Euro gemeinnützige Projekte in Dormagen unterstützt. Aber die Bürgerstiftung hilft nicht nur mit Geld, sondern vermittelt auch an andere Fördertöpfe, verzahnt Ehrenamtler oder stemmt eigene Projekte selbst, zum Beispiel das ausgezeichnete "Fit für die Sekundarstufe I", bei dem seit 2009 Ehrenamtler um Erich Esser gezielte und regelmäßige Lernhilfen für Schüler mit Migrationshintergrund geben. Auch das Sportfest "PaDoKi", bei dem alle zwei Jahre 120 Kinder mit Behinderung betreut werden, gehört zu den regelmäßigen Projekten.

Woher kommt das Geld für die Förderungen?

Peters Wir dürfen das Stiftungskapital nicht anpacken, es bleibt dauerhaft erhalten. Wir investieren die Zinsen in Förderprojekte, was bei der momentanen Zins-Entwicklung nur schwer möglich ist. Daher sind wir auf Projekte wie den sehr gut laufenden Adventskalender angewiesen, der uns in die Lage versetzt, weiterhin viele gemeinnützige Projekte zu fördern.

Von der Geburtstags-Wette abgesehen, wie kann man die Bürgerstiftung unterstützen?

Peters Mit Spenden, aber auch Zustiftungen, die dann in unsere bestehenden Fonds gehen. Jeder kann selbst bestimmen, für welchen Zweck sein Geld eingesetzt wird: Zum Beispiel für Bildung, Kultur, Behinderte, Sport, Gesundheit oder Soziales.

Herr Geldmacher, Sie sind im Stiftungsrat, Ihre Frau Sylvie im Vorstand, Sie haben den jährlich mit 1000 Euro dotierten Dr.-Geldmacher-Preis für OGS ausgelobt. Warum engagiert sich Ihre Familie?

Christoph Geldmacher Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements liegt unserer Familie am Herzen, auch Vereine wie die Hospizbewegung. Mein inzwischen verstorbener Bruder Ulrich hat sich 2008 am Gründungskapital der Bürgerstiftung beteiligt, um einen Anschub zu gewährleisten. Wir hoffen, durch unsere Arbeit etwas anzustoßen und zum Nachahmen anzuregen, sich zu engagieren. Wir wollen Dormagen etwas zurückgeben und die Gesellschaft unterstützen. Bürger können sich gern mit tatkräftiger Hilfe bei der Bürgerstiftung, auch für einzelne Projekte, einbringen.

CARINA WERNIG FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: NGZ
 
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