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TV-Kritik
Aushilfe macht meisterlichen Job

Düsseldorf. Der Düsseldorfer jammert im Karneval ja gerne über den WDR, weil dieser mindestens gefühlt immer viel größer und viel schöner über den Kölner Rosenmontagszug berichtet. Das ging an diesem Sonntag nun schon mal in Ermangelungen von Konkurrenz nicht. Und auch sonst gab es wenig Grund zur Kritik. Mehr als vier Stunden lief die Live-Übertragung und erarbeitete sich trotzdem das höchstmögliche Lob für eine solche Sendung: kurzweilig. In der Zeit bis zum Zoch zeigte der WDR hübsches Archivmaterial, kleine Reportagen und jede Menge Live-Interviews.

Diese demonstrierten früh die Stärke der Übertragung. Moderator Thorsten Schorn, der für den eigentlichen neuen Zoch-Kommentator Sven Lorig einsprang, hatte sich exzellent auf den Tag vorbereitet. Er stellte in den Gesprächen kluge Fragen, die Antworten erwarten ließen, die nicht nur die Lebenszeit des Zuschauers rumbringen, sondern ihm wirklich Neuigkeiten vermitteln. Während des Zuges wusste er zu vielen Gruppen ungewöhnliche Anekdoten zu erzählen, die weit darüber hinausgingen, den Namen des Präsidenten und das Gründungsdatum des Vereins zu verlesen.

Die Idee, seinen Kollegen Simon Beeck als Reporter mitten ins Geschehen zu schicken, ging grundsätzlich auch auf, weil dies für weitere Abwechslung sorgte. Sein etwas einseitiges Interesse an weiblichen Zoch-Besuchern sei Beeck deshalb verziehen. christian.herrendorf @rheinische-post.de

Quelle: RP
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