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Interview Thomas Geisel
"Diesel-Verbot wäre eine Enteignung"

Die Bezirksregierung lässt ein Dieselverbot für Düsseldorf als einzig probates Mittel erscheinen. Werden Sie dagegen klagen?

Geisel Ich weiß nicht, ob die Stadt wirklich der richtige Kläger ist. Als solchen sehe ich eher die tausenden Düsseldorfer Bürger, die heute einen Diesel haben und mit diesem dann nicht mehr legal in die Stadt - oder sogar bis zur eigenen Haustür - fahren könnten.

Was kritisieren Sie am Diesel-Verbot?

Geisel Der größte Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die Verhältnismäßigkeit. Zum einen wäre ein Diesel-Verbot für die betroffenen Autobesitzer praktisch eine Enteignung. Da müsste sehr genau abgewogen werden, ob ein solch massiver Eingriff verhältnismäßig ist.

Was erwarten Sie von der bevorstehenden Gerichtsentscheidung?

Geisel Ich habe die Hoffnung, dass sich die Richter auch darüber Gedanken machen, wie ein solches Fahrverbot in der Praxis umgesetzt werden soll. Voraussetzung wäre in jedem Fall die Einführung der Blauen Plakette. Für die betroffenen Straßen müssen Umleitungen gefunden werden mit dem ganzen dann dazugehörigen Schilderwald. Das möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen.

T. BREITKOPF FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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