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Düsseldorf
Gesundheitskarte für Flüchtlinge startet im April

Düsseldorf. In Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg gibt die Stadt ab dem 1. April 4000 Gesundheitskarten für Flüchtlinge aus. Darüber hinaus erhalten Flüchtlinge, die Düsseldorf zugewiesen werden, innerhalb von 14 Tagen eine Gesundheitskarte. Damit werde der Zugang der Menschen zur ärztlichen Versorgung entbürokratisiert, so Stadtdirektor Burkhard Hinzsche. Bislang mussten Flüchtlinge beim Ausländeramt einen grünen Behandlungsschein abholen, bevor sie einen Arzt aufsuchten. Das verzögerte die Behandlung und führte mitunter zur gesundheitlichen Verschlechterung.

Darüber hinaus halte er es für falsch, wenn kommunale Mitarbeiter über den Umfang einer ärztlichen Behandlung entscheiden sollen, so Hintzsche. Die Mitarbeiter könnten sich nun besser auf die Integrationsarbeit konzentrieren. Nach Auskunft des NRW-Gesundheitsministeriums zahlen die Kommunen an die Kasse für deren Aufwand acht Prozent der pro Flüchtling entstandenen Aufwendungen, mindestens aber zehn Euro pro Monat. In Städten wie Köln, Bonn, Bochum, Wermelskirchen und Remscheid gibt es die Karte bereits.

(stz)
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