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Großbaustelle in Düsseldorf
Hausbesitzer blockiert das Kö-Bogen-Projekt

Großbaustelle in Düsseldorf: Hausbesitzer blockiert das Kö-Bogen-Projekt
Die Simulation zeigt das Ingenhoven-Tal an der Schadowstraße/Gustaf-Gründgens-Platz. Das fehlende Grundstück befindet sich in der Mitte des Komplexes an der Schadowstraße. FOTO: Ingenhoven/Doug and Wolf
Düsseldorf. Es gibt noch kein grünes Licht für das Düsseldorfer Prestigeprojekt Kö-Bogen II. Knackpunkt ist ein fehlendes Grundstück. Ein Privateigentümer sperrt sich gegen den Verkauf seines kleinen Hauses. Jetzt will OB Thomas Geisel für die Einigung sorgen. Von Uwe-Jens Ruhnau

Wie geht es weiter mit der Umsetzung des Ingenhoven-Tals am Gustaf-Gründgens-Platz? Die Beteiligten stehen am Scheideweg: Es kommt zur Einigung, oder aber es wird ein streitiges Umlegungsverfahren eingeleitet.

Eine Million nach der anderen hat Investor Uwe Reppegather auf den Tisch gelegt, aber ums Geld scheint es dem Mann vom Niederrhein gar nicht zu gehen. So ist es von allen Seiten zu hören: aus Stadtverwaltung, von Politikern und Entwicklern. Sein kleines Haus gehört zum noch bestehenden letzten Baublock an der Schadowstraße/Ecke Gustaf-Gründgens-Platz.

Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße FOTO: Stadt Düsseldorf

Alle Angebote abgelehnt

Die Grundstücksgröße beträgt 155 Quadratmeter, Investor Reppegather hat mehrere Immobilien zum Tausch angeboten: Häuser in der Kölner Schildergasse oder in der Düsseldorfer Altstadt in der 1a-Lage Flinger Straße. Rahmendaten: Mietverträge teils über 15 Jahre, die Grundstücke 400 Quadratmeter und mehr groß, die Objekte zweistellige Millionensummen wert.

Allein, der Mann will nicht verkaufen - bislang. Den letzten Versuch, zu einer gütlichen Einigung zu kommen, übernimmt jetzt Oberbürgermeister Thomas Geisel im persönlichen Gespräch.

Das Grundstück wird benötigt, um den raumgreifenden Entwurf von Stararchitekt Christoph Ingenhoven verwirklichen zu können. Die Mieter sind nahezu alle ausgezogen, die Graffitisprayer haben ihr Festival gehabt. Die Zeichen stehen auf Abriss und Baustart. Abrissanträge hat Reppegather gestellt, es müssen noch Logistikfragen etc. geklärt werden. Er sieht gute Chancen, dass der letzte Eigentümer einlenkt, denn im Umlegungsverfahren gegen dessen Willen müsse er mit weit weniger Geld rechnen. Dass er Abriss und Neubau lange aufhalten kann, sieht Reppegather nicht.

Um das Haus herum wird nicht gebaut

Klar ist zudem eins: Um das kleine Haus herum wird nicht gebaut, wie dies bei ähnlichen Fällen in Düsseldorf geschehen ist, zuletzt mit der Disco Ratinger Mauer beim Henkel-Saal. Aber es ist theoretisch möglich, dass um das Haus herum mit dem Abriss begonnen wird.

Dem dürfte die Stadt aber nur zustimmen, wenn alle anderen Dinge geklärt sind: der Kaufvertrag mit der Stadt selbst und der städtebauliche Vertrag. Der amtierende Planungsdezernent Stephan Keller: "Wir tun alles, um die Fragen rasch zu klären, damit das Projekt wie geplant verwirklicht werden kann."

Architekt Ingenhoven hat sich parallel bereiterklärt, noch einmal in der Bezirksvertretung Stadtmitte die Begrünung zu erklären. Sie soll sich übers Jahr verfärben, der Eindruck der Simulation aber stimmen.

Quelle: RP
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