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Düsseldorf
Kö-Kiosk muss umziehen

Düsseldorf: Kö-Kiosk muss umziehen
Der alte Pressepavillon auf der Kö (links im Bild) wird heute abgerissen, der neue eröffnet morgen einige Meter weiter. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Heute wird der Kiosk abgerissen und morgen neu eröffnet. Das neue Gebäude ist ein alter Bekannter. Von Arne Lieb

Ob schon alles an seinem neuen Platz ist, wenn Ralf Eisele (51) morgen den Kiosk eröffnet, weiß er noch nicht. Vielleicht muss er die Zeitschriften, die Schlüsselanhänger und die Kuckucksuhren, die zwar nicht aus Düsseldorf sind, aber bei den Touristen trotzdem gut ankommen, noch umsortieren. Aber der Kühlschrank wird laufen. Und Hauptsache, er darf weiter am Corneliusplatz verkaufen, zumindest schon mal für ein halbes Jahr.

Der alte Kiosk am Nordende der Kö wird heute nach rund 80 Jahren abgerissen. Er weicht für die Neugestaltung der Innenstadt. Erst war kein neuer Standort geplant, aber nach Protesten von Anliegern und Kunden ist zumindest eine Übergangslösung gefunden: Der neue Kiosk steht einige Meter in Richtung Norden, derzeit also ein Stück weg von der Straße. Aber die wird sich bald in diese Richtung verbreitern, weil die Baustelle kleiner wird.

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Der neue Kiosk ist genau genommen auch nicht neu - sondern ebenfalls ein Opfer der Bauarbeiten. Früher stand das Häuschen unter dem Tausendfüßler an der Ecke Schadowstraße/Berliner Allee. 2012 musste er für den Abriss der Hochstraße weichen - und der langjährige Betreiber gab auf. Dann stand er bis vor wenigen Monaten auf der Schadowstraße vor dem Schuhgeschäft Juppen. Jetzt hat der er wieder eine neue Heimat. Vorerst. Nach Abschluss der Bauarbeiten könnte er wieder einen langfristigen Platz finden, die Politik unterstützt den Erhalt des traditionsreichen Kiosks.

Der ist nicht nur Quelle für Presse aus aller Welt, Postkarten, Zigaretten und Getränke, sondern auch der Hauptauskunftspunkt auf der Kö. Neuer Spitzenreiter bei den Nachfragen der Touristen ist - das wird die Stadtplaner freuen - der Kö-Bogen. Rund 20 bis 30 Mal am Tag, so schätzt Eisele, werden er und seine drei Kollegen nach dem Weg zu den Libeskind-Bauten gefragt. Es folgen die Klassiker Altstadt und Rhein.

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Eisele hat überhaupt den Eindruck, dass das Publikum an der Kö in seinen zwölf Jahren im Kiosk deutlich internationaler geworden sei. Rund 80 Prozent der Kunden seien nicht aus Deutschland, schätzt er. Zum Kö-Kiosk kämen Touristen und Geschäftsreisende aus Russland, China und den arabischen Staaten, am Wochenende auch viele Spanier. Eisele hofft, dass sie auch die paar Meter mehr zum neuen Standort gehen werden.

Quelle: RP
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