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Lokalsport
Abstiegskandidat Giants stürzt Spitzenreiter

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Basketball-Regionalligist gewinnt bei der BG Hagen mit 86:71. ART verliert in Bonn. Von Christine Leska-Ottensmann

Favoritensturz in der 1. Regionalliga: Dank einer couragierten Leistung haben die Basketballer der abstiegsbedrohten Giants den Spitzenreiter BG Hagen in eigener Halle hochverdient mit 86:71 (33:32) geschlagen. Die Hagener fielen sogar auf Platz drei herunter. "Wir haben die Stärken des Gegners sehr gut limitiert, auch wenn man eine Mannschaft von solch einem Kaliber nie ganz ausschalten kann. Zudem haben wir selbst unter Druck einen kühlen Kopf bewahrt", verriet Trainer Gerrit Terdenge den Schlüssel zum Erfolg.

Dabei waren die Vorzeichen nicht gut, denn neben dem erkrankten Lukas Klöß mussten die Giants auch auf den verletzten Topscorer Dijon Smith verzichten. Diese Ausfälle wussten sie aber zu kompensieren. "Wir waren als Kollektiv sehr stark", sagte der Coach. Mit der schwer zu überwindenden Zonenpresse kamen die Gastgeber nach anfänglichen Problemen besser zurecht und gingen über 11:8 mit 22:14 in Führung. Am Ende des zweiten Viertels schlossen die Hagener trotz einer weiterhin guten Giants-Verteidigung auf zum 33:32 auf. Nach der Pause blieb die Partie eng, wenngleich mit leichten Vorteilen für die Düsseldorfer, die insgesamt 38 Minuten lang in Führung lagen. Ob unter den Körben oder im Fastbreak - die Hausherren demonstrierten eine vielseitige Offensive, wodurch sie nach drei Vierteln mit 59:53 führten. Im Schlussabschnitt zeigten sie sich kaltschnäuzig. Vor allem der hervorragenden Ausbeute von der Freiwurflinie (28 von 37 Freiwürfen verwandelt) war es zu verdanken, dass sie die Partie souverän zu Ende brachten und mit dem 86:71-Erfolg auf den viertletzten Platz hochrückten.

Ligakonkurrent ART schnupperte auch lange Zeit an einem Sieg. Bei den Baskets Bonn II lagen die Düsseldorfer über 37 Minuten teilweise deutlich in Führung, verloren am Ende aber noch mit 84:89 (41:36). "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hätten auch verdient gewinnen können. Leider waren wir in der Schlussphase eine Minute nicht hellwach. Das hat uns diese bittere Niederlage beschert", ärgerte sich Trainer Robert Shepherd.

Seine Schützlinge dominierten die ersten drei Abschnitte. Das lag an der guten Arbeit von Kendall Chones und Boris Bosnjak unter den Brettern, war aber vor allem der Verdienst des herausragenden Paulius Kleiza. Der Litauer erzielte nach seiner Verletzungspause 35 Punkte. Gegen seine Distanzwürfe waren die Bonner machtlos: Neun von zwölf Dreier-Versuchen versenkte Kleiza. "Was Paulius geleistet hat, war spektakulär", lobte Shepherd. Mit einem 64:55-Vorsprung gingen die Gäste in das letzte Viertel, in dem sie den Faden verloren.

Quelle: RP
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