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Lokalsport
Inna Weit siegt trotz starken Gegenwinds

Düsseldorf. Beim Borsig-Meeting in Gladbeck holen Düsseldorfs Leichathleten zehn Titel. Dabei trumpfte die 4 x 100 Meter-Staffel groß auf. Im Diskuswerfen nähert sich Kristoffer Kleist mit 55,37 Meter im Diskuswerfen der U20-WM-Norm. Von Christoph Zabkar

Für die Leichtathleten war der Temperatursturz der vergangenen Wochen alles andere als eine willkommene Angelegenheit. Mit Gradzahlen, die gerade noch den zweistelligen Bereich erreichten, hatten sie ihre Mühe. Vor allem Düsseldorfs Sprinthoffnung Inna Weit musste sich nach ihrer intensiven Vorbereitung im sonnigen Lissabon/Portugal umgewöhnen und trat wegen der Kälte mit Leggings auf. Am Ende sicherte sich die Olympia-Hoffnung über 100 Meter in 11,91 Sekunden den sicheren Sieg.

Mit zehn Titeln waren Düsseldorfs Athleten beim Borsig-Meeting in Gladbeck überaus erfolgreich, doch dieser Erfolg war mit einem großen Kraftakt verbunden. "Ich bin gegen eine Windwand gelaufen", sagte ART-Sprinterin Inna Weit aufgrund der ungünstigen Bedingungen. Trotzdem hielt die 27-Jährige, die beim Meeting ihre Freiluftsaison eröffnete, der Belastungsprobe stand. Nach einem souveränen Vorlauf, den Weit in 11,84 Sekunden dominierte, sollte sie im Finale als einzige Teilnehmerin unter zwölf Sekunden bleiben. Mit dem Ergebnis von 11,91 Sekunden war sie zwar nicht zufrieden, musste aber am Ende doch gewaltig die Geschwindigkeit reduzieren. "Ich musste das Tempo rausnehmen, weil es im Beuger zwickte", erklärte sie die Vorsichtsmaßnahme.

Mit vollem Speed voraus erreichten dagegen Helena Peters, Judith Franzen, Annkathrin Hoven und Daniela Kreft die Ziellinie im 4 x 100 Meter-Lauf der U18. In einem exzellenten Rennen setzte sich Düsseldorfs Staffelquartett mit 48,48 Sekunden gegen den Nachbarschaftsrivalen aus Leverkusen (48,55 Sekunden) durch. Für Hoven war dies bereits der zweite Triumphzug, nachdem sie bereits die 100 Meter der W15 (12,38 Sekunden) für sich entschieden hatte.

Für seinen beherzten Auftritt hätte eigentlich auch Abhineet Jossan mehr als den dritten Platz verdient gehabt. Der ASC-Athlet blieb an der vorletzten Hürde hängen und ging unsanft zu Boden. Doch Jossan bewies Moral und brachte das Rennen noch als Dritter zu Ende. Mit seinen 60,55 Sekunden verpasste der Düsseldorfer die U18-DM-Norm trotz Sturz nur um zwei Sekunden.

Derweil war der Werfercup in Wiesbaden für Deutschlands Wurfspezialisten ein großer Erfolg. Wie am Schnürchen purzelten die Qualifikationsnormen für die Olympischen Spiele in Rio. Während am ersten Wettkampftag Julia Fischer (SCC Berlin) mit überragenden 66,59 Metern die Normjagd eröffnete, zog der WM-Vierte von 2013 Martin Wierig bei den Männern nach (67,70 Meter). Insgesamt schafften acht Athleten die Olympianorm. Ganz so weit ging es für Düsseldorfs Athleten nicht, doch der Nachwuchs hinterließ auch einen ordentlichen Eindruck, allen voran Kristoffer Kleist.

Der U20-Athlet vom ART gilt als talentierter Diskuswerfer und konnte sich bei den Großen sicher etwas abgucken. In seinem Wettkampf holte der Düsseldorfer jedenfalls zur Bestleistung aus, als er die Scheibe erstmals über 55,37 Meter katapultierte. Mit diesem Ergebnis rückt die U20-WM-Norm (56 Meter) in unmittelbare Schlagdistanz. Während sich Kleist damit als Vierter einreihte, kratzte Gewinner Clemens Prüfer aus Potsdam an einem weiteren Erfolg. Mit seinen 66,27 Metern verfehlte er den deutschen U20-Rekord um 18 Zentimeter. Den Sprung auf das oberste Treppchen holte sich Kleist dann aber noch im Kugelstoßen, als er erneut deutlich die 18-Meter-Marke übertraf (18,23 Meter).

Unterdessen war US-Boy Kai-Uwe Schmidt ziemlich allein unterwegs. Der Düsseldorfer, der in Amerika sein Studium absolviert und kürzlich nach Deutschland angereist war, stand als einziger Teilnehmer im B-Wettbewerb, während Wierig den zehnköpfigen A-Wettbewerb anführte. Seine eigene Top-Weite konnte Schmidt zwar nicht erreichen, brachte es aber immerhin auf ordentliche 54,60 Meter.

Quelle: RP
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