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Lokalsport
Nach 2012 platzt Weits Traum zum zweiten Mal

Düsseldorf. Bis zuletzt hielt sie die Chance aufrecht, doch am Ende hat es nicht sollen sein. Inna Weit vom ART steht nicht im Aufgebot der 58 Leichtathleten, die für Deutschland zu den Olympischen Spielen nach Rio fliegen. Dies hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bekanntgegeben. Im Rahmen vieler toller Sprintleistungen ist es Yasmin Kwadwo aus Mannheim gelungen, den letzten freien Platz für die 4x100-Meter-Staffel zu ergattern.

Bereits 2012 war Inna Weit knapp gescheitert. Vier Jahre blieb der Wunsch derselbe, lediglich die Metropole änderte sich: statt London wurde Rio das Ziel. Dafür wechselte die ehemalige Paderbornerin vergangenes Jahr auch zum ART. In Düsseldorf schien es, als könnte Weit kurz vor der Nominierungsfrist tatsächlich noch die ein oder andere Rivalin überholen. Gleich zweimal lief die 27-Jährige die geforderte Norm über 200 Meter (23,16 und 23,19 Sekunden) und war damit seit 1984, als das Trio Ralf Jaros (Dreisprung), Sabine Everts und Sabine Braun (beides Siebenkämpferinnen) die Landeshauptstadt in Los Angeles vertreten hatte, die erste Düsseldorfer Leichtathletin, die sich für Olympia qualifizieren konnte. Doch die Konkurrenz ist stark. So überzeugte Kwadwo über 100 Meter (11,36 Sekunden), Shootingstar Gina Lückenkemper ist das Nonplusultra (19 Jahre, 100 m in 11,13 und 200 m in 22,67).

"Das ist natürlich superschade", sagte Weits Koordinator Sven Timmermann. "Ich kenne Inna seit 15 Jahren und habe sie noch nie so stark gesehen wie zuletzt. Da war sie besser denn je. Sie hätte es verdient gehabt, aber die Konkurrenz war natürlich enorm. Ich hoffe, dass sie uns in Düsseldorf weiter erhalten bleibt", erklärt der Coach.

(zab)
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