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Lokalsport
Zepuntke hat Zwangspause fast hinter sich

Düsseldorf. Düsseldorfer Radrennprofi will nach seinem Ellenbogenbruch spätestens Mitte Juni wieder angreifen.

Nein, Ruben Zepuntke hat sich keinen Frühjahrsklassiker vor Ort angesehen. "Das hätte ich kaum ausgehalten", erklärt Düsseldorfs Radrennfahrer Nummer eins, "die Enttäuschung wäre dort nochmal so richtig hoch gekommen." Immerhin sitzt der 23-Jährige, der wegen eines komplizierten Ellbogenbruchs auf seine geplanten Saisonhöhepunkte verzichten musste, wieder im Sattel. Rund um Düsseldorf statt Paris - Roubaix oder Flandern-Rundfahrt hieß es für ihn in den vergangenen Wochen.

Anfang Mai wird er sein Aufbauprogramm am europäischen Standort seines US-Teams Cannondale im spanischen Gerona fortsetzen. Seine Rückkehr in den Rennbetrieb ist für die ZLM-Tour vom 15. bis 19. Juni in den Niederlanden vorgesehen. Zumal es auch gute Nachrichten geht, was seine Gesundheit betrifft: "Meine Leistungswerte sind fast wieder auf dem Niveau wie vor dem Unfall." Freundin Sophia war ihm in den zurückliegenden schweren Wochen als gelernte Physiotherapeutin eine ganz große Hilfe. Rubens rechter Arm, der bei dem Sturz in der Nähe von Marseille im Februar entzwei ging, ist derzeit zwar noch etwas dünner als der linke, aber der Unterschied wird immer geringer. Alle drei, vier Tage hat er per E-Mail Kontakt mit seinem Team gehalten und über seine medizinischen Fortschritte berichtet.

Bald will er wieder angreifen. "Die ZLM-Tour beginnt mit einem relativ kurzen Prolog. Das ist eine meiner Spezialitäten", sagt er, und die Vorfreude ist ihm anzumerken. Frei von allen taktischen Zwängen zählt dort nur die reine Leistung - und Ruben Zepuntke wird sogleich wissen, wo er nach der langen Pause steht.

(W.B.)
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