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Benrath
VfL sagt Test gegen Wuppertaler SV ab

Benrath. Begegnungen gegen Wuppertal gelten als Risikospiele. Die Fans beider Vereine müssen voneinander getrennt werden und ein Sicherheitspaket ist gefordert, Diese Kosten waren dem VfL Benrath zu hoch. Von Helmut Senf

Das für den 13. Februar auf der Anlage an der Karl-Hohmann-Straße geplante Testspiel zwischen den Landesligakickern vom VfL Benrath und dem Oberliga-Tabellenführer Wuppertaler SV muss abgesagt werden. "Die Begegnung ist seitens des Sportamts als Risikospiel eingestuft worden", erklärt VfL-Coach Frank Moeser.

Sein persönlicher Kontakt zum WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen hatte diese "Knallerpartie" überhaupt erst möglich gemacht. Aber für Risikospiele gelten üblicherweise hohe Sicherheitsauflagen, die der ausrichtende Verein zu erfüllen hat. Dazu zählen Polizeikräfte ebenso wie ein umfangreicher Ordnerdienst und Ersthelfer. "Die Kosten dafür liegen im vierstelligen Bereich", sagt Moeser. Angesichts einer zu erwartenden Zuschauerkulisse von maximal 200 oder 300 Fans sei diese Summe vom Verein einfach nicht zu stemmen.

"Für das Wuppertal-Spiel hat das Sportamt von unserer Seite ein ähnliches Sicherheitskonzept verlangt wie bei einem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf", erläutert Michael Mey, stellvertretender VfL-Vorsitzender. Er hatte nicht damit gerechnet, dass das geplante Freundschaftsspiel als Risikospiel eingestuft werden würde.

Fußballspiele in Düsseldorf unter Beteiligung des Wuppertaler SV gelten als so genannte Risikospiele, bei denen aus Sicherheitsaspekten unter anderem die Trennung von Fanblocks vorgesehen ist, erklärt das städtische Sportamt. Die erforderlichen Maßnahmen in punkto Sicherheit können in der Heimspielstätte des VfL Benrath nicht umgesetzt werden. Deshalb hat das Sportamt dem VfL empfohlen, das Testspiel im Paul-Janes-Stadion auszurichten. "Dadurch ändert sich die Auflage nicht. Das hilf uns nicht", sagt Mey.

Die Begründung leuchte allerdings im Nachhinein ein: Sowohl bei Spielen der heimischen Fortuna als auch bei Begegnungen des WSV seien im Umfeld Ausschreitungen durch Hooligans erfahrungsgemäß nicht auszuschließen. Deshalb muss das Sportamt auf angemessenen Sicherheitsvorkehrungen beharren. "Der Aufwand ist enorm", erklärt Mey und erinnert sich an die Oberliga-Punktspielpartie zwischen dem VfB Hilden und dem Wuppertaler SV auf der Hildener Anlage "Am Bandsbusch", die er im Vorjahr besucht hatte und wo ein solch umfangreiches Paket von Sicherheitsmaßnahmen Polizeipräsenz und Ordnerdienst hatte ergriffen werden müssen.

Für den Benrather Traditionsclub ist die Spielabsage "ärgerlich", wie sowohl Mey als auch Trainer Moeser einräumen. "Das wäre eine tolle Test-Möglichkeit gewesen",meint Moeser. Der WSV belegt in der Oberliga gegenwärtig Rang eins mit drei Zählern Vorsprung auf den Zweitplatzierten Spvg. Schonnebeck und wird als heißer Aufstiegskandidat in die Regionalliga gehandelt.

Immerhin bleibt den Schlossstädtern mit dem Test-Duell am 10. Februar beim Lokalrivalen Turu Düsseldorf I die Gelegenheit zu einem ebenfalls hochkarätigen Kräftemessen. Turus Erste belegt in der Oberliga aktuell Tabellenrang vier und gehört so zum Kreis der Verfolger, die den Wuppertalern im Titelkampf durchaus noch gefährlich werden können.

Am Karnevalssonntag ist der Bezirksliga-Spitzenreiter 1. FC Monheim in Benrath zu Gast. Anstoß ist um 14.30 Uhr. Tim Stemmer und Witali Semenschuk werden als Zugänge ebenso zur Formation gehören wie Franco Martino (zuletzt leicht angeschlagen) und Simon Halcour. Ebenso dürfte Jungtalent Mohamed Ait-Ali, der schon gegen Hilden zu überzeugen wusste, eine weitere Gelegenheit erhalten, sein Können unter Beweis zu stellen.

Quelle: RP
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