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Garath
Das Otto-Ohl-Haus ist mehr als nur ein Pflegeheim

Garath. Die Einrichtung der Diakonie feiert am Sonntag sein 50-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst und Empfang.

Schon als der Stadtteil Garath vor 50 Jahren auf dem Reißbrett entstand, dachten die Planer daran, dass die dorthin ziehenden jungen Familienväter und -mütter irgendwann einmal in ein Alter kommen, in dem sie nicht mehr alleine zu Hause leben können. Und so entstand mitten im ersten Bauabschnitt der Trabantenstadt im Düsseldorfer Süden an der Julius-Raschdorff-Straße das Otto-Ohl-Haus der Diakonie. Für die damalige Zeit war das Altenheim sehr modern: Es gab viele Einzelzimmer, auch mit Balkon; und die Bewohner konnten eigene Möbel mitbringen.

Das halbe Jahrhundert wird am Sonntag gefeiert. Erst mit einem Festgottesdienst ab 11 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und anschließend (ab 12 Uhr) mit einem Empfang. Gäste aus dem Stadtteil sind zu den Feierlichkeiten herzlich willkommen. Doch zurück in die Vergangenheit: 1976 wurde das Haus von einem Altenheim in ein Pflegeheim umgewandelt, in dem dann auch jüngere, pflegebedürftige Menschen betreut wurden.

20 Jahre später brach eine neue Zeit an. Vernetzung war das Zauberwort - auch im Seniorenbereich. Das Otto-Ohl-Haus verband sich organisatorisch und inhaltlich eng mit dem Garather "Zentrum plus". Dort, heißt es in einer Pressemitteilung der Diakonie, seien so innovative Projekte wie eine Betreuungsgruppe für russischsprachige Menschen mit Demenz entwickelt worden.

Nicht immer setzten sich neue Angebot durch, wie etwa die Nachtpflege, die 2000 eingeführt wurde. Aber wie heißt doch ein schönes Sprichwort: Versuch macht klug. So ist aus diesem Projekt das Nachtcafé erhalten geblieben, in dem Bewohner auch nach dem Abendessen Beschäftigung finden, berichtet Einrichtungsleiterin Angela Sander.

Auch baulich hat sich an und im Haus in den vergangenen Jahren einiges getan: Vor 20 Jahren wurde begonnen, es komplett zu entkernen; erst 2000 nahm es den Betrieb wieder auf. Und das ist noch nicht das Ende: "Wir wollen in den nächsten Jahren weiter modernisieren", sagt Diakonie-Vorstand Beate Linz. Das Haus soll so umgebaut werden, dass ein Wohnbereich für Menschen mit Demenz entsteht. Aktuell leben in Düsseldorf 12.000 Demenzkranke.

(rö)
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