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Hassels
Sektdusche für den Trainer nach Abpfiff

Hassels. Jubel und Korkenknallen bei der SG Benrath-Hassels: Schon drei Spieltage vor Saisonende ist der SG die Tabellenführung nicht mehr zu nehmen. Damit ist der Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. Von Helmut Senf

Jubel beim Kreisliga-A-Tabellenführer SG Benrath-Hassels: Das Team von Trainer Andreas Kober hat sich drei Spieltage vor Saisonende mit einem 2:1-Auswärtserfolg bei Tusa 06 als Kreisliga-Erster den Aufstieg in die Bezirksliga vorzeitig gesichert. Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude bei Spielern, Trainer- und Betreuerteam keine Grenzen. Sektkorken knallten. "Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft", verkündete der Hasselser Coach nach einem nicht enden wollenden Freudentanz seiner Kicker auf des Gegners Platz von Gefühlen überwältigt.

Ein Akteur hatte bei dem ausgelassenen Treiben ganz besonders Grund zum Strahlen: Mojtaba Zerehpoosh. Der 20-jährige Flüchtling aus dem Iran, der in Deutschland auf ein neues Zuhause hofft und eine sportliche Heimat bereits in Hassels gefunden hat, sprang geradezu überglücklich jedem in die Arme, der ihm in den Weg kam. Ausgerechnet Zerehpoosh hatte die SG in einer phasenweise holprigen Auseinandersetzung und bei zwischenzeitlichem Rückstand mit zwei Treffern doch noch zum ersehnten Saisonerfolg geschossen. Manchmal werden Fußballmärchen eben wahr.

"Das ist heute schon etwas Besonders", zeigte auch SG-Winterpausenzugang Niklas Leven pure Freude und bewertete den Aufstiegserfolg als verdienten Lohn einer starken Teamleistung. Mit der Verpflichtung des oberliga-erfahrenen Akteurs waren hohe Erwartungen verknüpft gewesen. "Der Druck war groß", räumte Leven mit Rückblick auf die Rückrundenpartien ein. Leven: "Mein persönliches Ziel ist von Anfang an der Aufstieg gewesen." Nun ist das große Ziel erreicht. Und er ist überzeugt: "Wir haben die Qualität für die Bezirksliga."

"Der Aufstiegserfolg ist absolut verdient", resümierte Kober. Für den Tageserfolg bei Tusa 06 sah der SG-Coach neben dem zweifachen Torschützen Zerehpoosh auch Keeper Thorsten Pyka besonders verantwortlich. Vor allem in der turbulenten Schlussphase hielt der Hasselser Torhüter Sieg und Aufstieg fest, wie Kober betonte.

Mit einem Paukenschlag hatte die Begegnung begonnen. Patrick Werchau war Tusas frühe Führung geglückt (6.), als sich die Gäste-Abwehr zu unentschlossen zeigte und den Torschützen zu einem platzierten Abschluss kommen ließ. In der Folgezeit agierte der favorisierte Spitzenreiter nicht immer souverän. Die Angriffsaktionen, meist über Patrick Trautner als Dreh- und Angelpunkt, blieben ohne Effektivität, weil das letzte Zuspiel ungenau geriet. Tusa zeigte sich als gleichwertiger Gegner. Eine Einzelaktion durch Zerehpoosh, der sich das Leder erkämpfte und konsequent abschloss (33.), führte zum Ausgleich.

Vor allem Benkelberg hätte der SG den vorzeitigen Aufstieg vermiesen können. Doch scheiterte der Tusa-Angreifer ebenso an Pyka (38., Faustparade, 58., Fußabwehr) wie Mouaya (88. und 90.). Auf Seiten der Gäste vergab Rachid Mohya eine Riesenchance (76.). Ein Zuspiel des eingewechselten Kingsley Annointing führte zur Entscheidung. Zerehpoosh wuchtete das Leder aus vollem Lauf unhaltbar ins Netz.

Quelle: RP
 
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