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Heerdt
Gaslaternen in Heerdt erhalten

Heerdt. Der Bürgerverein Heerdt appelliert an Stadt und Rat, das Ortsbild zu wahren. Von Heide-Ines Willner

Der Stadtrat hat den umstrittenen Gaslaternen-Abbau zwar beschlossen, aber der Verwaltung eine Reihe von Bestimmungen mitgegeben. Eine davon lautet, die Bevölkerung zu fragen, wo das Gaslicht bleiben soll.

Darauf setzt der Heerdter Bürgerverein, der an die Verantwortlichen appelliert, die Gaslaternen im historischen Teil Heerdts zu erhalten. "Sie gehören in Alt-Heerdt und rund um die Knechtstedenstraße zum historischen Heerdter Stadtbild" so Vorsitzender Clemens Sökefeld. "Sie bilden den speziellen Charakter dieses Wohngebiets und sorgen für den Charme des alten Kerns einschließlich des Rheindeiches." Eine Verwaltungsentscheidung könne nicht immer nur auf vermeintlich ökonomischer Effizienzsteigerung beruhen, wenn das Lebensgefühl der Düsseldorfer Bevölkerung betroffen sei. Der Vorsitzende geht noch einen Schritt weiter und erklärt: "Genausogut könnten Kopfsteinpflaster asphaltierten Straßen oder historische, denkmalgeschützte Gebäude Neubauten weichen, weil das effizienter wäre. Sökefeld bezweifelt die angestrebte Wirtschaftlichkeit durch die Umrüstung von Gas auf Strom. "Ob der Energieaufwand der Neuproduktion von LED-Laternen jemals durch die Energieeinsparungen des laufenden Betriebs wettgemacht werden kann, ist fraglich." Außerdem sei der ökologische Nutzen durch die Umrüstung von Gas auf Strom bisher nur unzureichend dargelegt worden." Deshalb sei es begrüßenswert, dass die Verwaltung nun eine konkrete Bürgerbeteiligung berücksichtigen müsse. "Wir hoffen, dass sich die Heerdter Bevölkerung engagiert daran beteiligen wird."

Der gesamte Vorstand des Bürgervereins hatte sich am 3. Dezember einstimmig und mit Nachdruck für den Erhalt der Gaslaternen, insbesondere für den Bereich zwischen der Kribbenstraße im Norden und der Benediktussstraße im Süden Heerdts ausgesprochen. Dabei beließ er es nicht, sondern schickte einen "Brandbrief" an die Ratsmitglieder mit der Bitte, die Pläne der Stadtverwaltung zum Abbau der Gaslaternen zu durchkreuzen. Das hat zwar nicht geklappt, doch herrscht erst einmal Ruhe, weil keine weiteren Laternen umgerüstet werden sollen - bis der Rat das komplette Konzept beschlossen hat. Geplant ist, mindestens 4000 Laternen zu erhalten.

Quelle: RP
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