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Oberkassel
Ein Mammutbaum für das Columbusplätzchen

Oberkassel. Sie taten sich schwer, die Stadtteilpolitiker der Bezirksvertretung 4: Die Grünen hatten einen Antrag eingebracht, wonach sie sich einen sogenannten "lebenden Weihnachtsbaum" in Form eines Mammutbaums an der Ecke Columbus-/Düsseldorfer Straße (Columbusplätzchen) wünschen. Der Knackpunkt war, dass dafür 3000 Euro aus dem Haushalt der Bezirksvertretung genommen werden sollten. "Zu teuer", so das Echo aus den anderen Parteien mit Ausnahme der SPD. Von Heide-Ines Willner

Sven Holly, Sprecher der CDU-Fraktion, führte die angespannte Haushaltslage der Stadt ins Feld und machte darauf aufmerksam, dass andere Dinge vordringlicher seien: "Wir müssen haushalten, jede Ausgabe sorgfältig prüfen." Bäume nach Ela zu finanzieren sei sinnvoll, aber ein lebender Weihnachtsbaum sei überflüssig. Markus Loh, Sprecher der Grünen, verteidigte beharrlich seinen Wunsch und sagte: "Auch die Verwaltung habe dargestellt, dass die Pflanzung eines lebenden Weihnachtsbaums an der vorgeschlagenen Ecke aus stadtgestalterischer Sicht Sinn macht." Zudem sei ein Mammutbaum als Stadtbaum gut geeignet und trage auch noch zum besseren Klima bei. Tobias Kühbacher (SPD) teilte diese Meinung. "Wenn Millionenbeträge für Sanierungen mal eben durchgeschoben werden, dann würde die Anschaffung des Baumes die Stadt nicht ruinieren", ist er überzeugt. Und zur Haushaltskonsolidierung würden die 3000 Euro auch nicht beitragen.

Nach ausgiebiger Diskussion wurde der Antrag doch auf den Weg gebracht, denn die Mehrheit aus CDU und FDP enthielt sich bei der Abstimmung. So steht dem Vorhaben nichts im Wege, kann der Mammutbaum in Oberkassel gepflanzt und aus dem Geld-Topf der Bezirksvertretung finanziert werden.

Quelle: RP
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