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Düsseldorf
Schneller zu Fuß dank Wehrhahn-Linie

Video: Unterirdisch vom Riesenrad zur Altstadt
Düsseldorf. Bessere Bahnverbindungen dank der neuen U-Bahn-Linien sind das eine. Wer in der Innenstadt unterwegs ist, kann aber auch bei Fußwegen von den unterirdischen Bahnhöfen und Verbindungen profitieren.

Weg zum Bolker Stern Der neue Teil der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee bietet die Möglichkeit, bei Regen (fast) trockenen Fußes von den Schadow Arkaden zum Bolker Stern oder umgekehrt zu gelangen. Dazu nimmt man den U-Bahn-Eingang am Corneliusplatz (gegenüber Wempe) und begibt sich nach unten auf die Abfahrtsebene. Diese durchläuft man bis zum anderen Ende und nimmt die Rolltreppe hoch zur Heine-Passage. Dort geht man nach rechts. Kurz vor dem Ende der Passage erreicht man die Rolltreppe, die hoch zum Bolker Stern führt.

"Haltestelle Carlsplatz" Wer mit der Bahn früher auf dem Weg zum Carlsplatz war, lief bei schlechtem Wetter Gefahr, auf dem Weg von der Haltestelle Benrather Straße zum Markt ziemlich nass zu werden. Die neue U-Bahn ändert das radikal. Denn der westlich Ausgang kommt praktisch schon am Carlsplatz an die Erdoberfläche, so dass man erst am Carlsplatz selbst nass wird. So hat der beliebte Treffpunkt praktisch eine eigene Haltestelle.

Abkürzung zur Grabenstraße Angelehnt an den neuen Weg zwischen Schadow Arkaden und Bolker Stern gibt es eine neue Verbindung zwischen den Arkaden und der Grabenstraße. Dafür wählt man erneut den Eingang am Nordende der Königsallee zur Station Heinrich-Heine-Allee, durchquert den Abfahrtsbereich bis zur gegenüberliegenden Rolltreppe, die hoch zur Heine-Passage führt. Dort geht man durch die unterste Etage des Carsch Hauses und nimmt den Aufgang zur Grabenstraße - und steht mitten in der Fußgängerzone.

RP-Redakteurin Ines Räpple betritt am Corneliusplatz (vor Juwelier Wempe) die Station Heinrich-Heine-Allee... FOTO: Endermann, Andreas (end)

Regeln für die Rolltreppe Die neue U-Bahn-Linie lässt Düsseldorf stärker wie eine echte Großstadt erscheinen - verlangt aber auch großstädtisches Verhalten. Daran hapert es noch, weshalb der Zeitgewinn durch die Röhre oftmals schon auf dem Weg an die Oberfläche verloren geht. Was den Bewohnern von europäischen Metropolen wie Paris oder London in Fleisch und Blut übergegangen ist, müssen die Düsseldorfer noch lernen: Auf der Rolltreppe steht man rechts und lässt links einen Weg für Eilige frei - auch wenn das Schwätzchen dadurch etwas ungemütlicher wird. Sonst treibt man Reisende mit Zeitdruck auf der endlosen Fahrt nach oben in den Wahnsinn.

... und verlässt sie 842 Schritte weiter am Bolker Stern. Bei Regen besonders empfehlenwert FOTO: Andreas Endermann

Aussicht unter Tage Freie Sicht unter der Erde: Das kann die alte U-Bahn nicht bieten. Die Wehrhahn-Linie aber kann das. Wer auf der Ostseite des neuen Bahnhofs Heinrich-Heine-Allee an einem Edelstahlgeländer steht, kann auch in weiter Ferne den Bahnhof Schadowstraße sehen, wegen des günstigen Kurvenverlaufs und der relativ geringen Entfernung der beiden Stationen.

Sicherheit am Bolker Stern Es gilt als eines der Wunder unserer Stadt, dass an der Haltestelle Heine-Allee am Bolker Stern nie jemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist, fuhr da doch die Straßenbahn mitten durch einen Bereich der Fußgängerzone, in dem sehr häufig schwankende Altstadtgäste unterwegs sind. Allen Besuchern war offenbar tief ins Gehirn gebrannt, dass man auf die Bahnen achten musste. Das ist nun Geschichte, der Bereich ist nun bahnfrei.

Die Haltestellen der neuen Wehrhahn-Linie FOTO: RP-Grafik

Sicht auf Bahnen An der neuen Haltestelle Schadowplatz kann man durch Scheiben bereits von oben sehen, wenn die verpasste Bahn im Untergrund gerade abrauscht. Na gut, das ging bei der Straßenbahn aber auch.

 

Quelle: RP
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