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Duisburg
Die neue Zentrale ist fast fertig

Duisburg: Die neue Zentrale ist fast fertig
Für die Mitarbeiter gibt es zwei Fitnessräume im Gebäude am Innenhafen. Der Vorstand mit Oliver Reuter, Carsten Soltau und Thomas Diederichs (von links) testeten gestern selbst die Fitnessgeräte. FOTO: Alfons Winterseel
Duisburg. In dieser Woche zieht die Volksbank in die ehemalige Alltourszentrale am Innenhafen. Bis Mai sollen alle Restarbeiten dort erledigt sein. Keine Minuszinsen für Otto Normalverbraucher, verspricht Vorstandssprecher Diederichs. Von Alfons Winterseel

Mit dem zweitbesten Geschäftsergebnis im Gepäck zieht die Volksbank Rhein-Ruhr von der Stadtmitte in dieser Woche an den Innenhafen. Dort wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 12,5 Millionen Euro die ehemalige Alltourszentrale für die 160 Mitarbeiter umgebaut und modernisiert. Über den Kaufpreis des Gebäudes am Innenhafen wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vorstand der Volksbank-Rhein-Ruhr, zu der 16 mit Mitarbeitern besetzte Filialen in Duisburg, Oberhausen, Mülheim sowie 21 SB-Center gehören, verband die jährliche Bilanzpressekonferenz gleich mit einer Hausbesichtigung. Zwar wird an vielen Stellen noch gebohrt, geschraubt und eingerichtet, jedoch haben einige Bereiche schon ihre Arbeit mit Blick auf den Innenhafen aufgenommen, so das Service-Center. Oliver Reuter: "Wir rechnen damit, dass Mitte oder Ende Mai alle Arbeiten erledigt sind. Was für uns betriebsnotwendig ist, ist aber jetzt schon fertig."

Vorstandssprecher Thomas Diederichs zog eine positive Bilanz des Jahres 2015: "Ein bedeutender Faktor für unseren Erfolg ist unser genossenschaftliches Geschäftsmodell und die hohe Leistungsmotivation unserer Mitarbeiter." Die Bilanzsumme der Volksbank Rhein-Ruhr verringerte sich nach seinen Angaben um 102,9 Millionen Euro auf 1,358 Milliarden Euro. Hintergrund waren fällige Eigenanlagen, die aufgrund der Niedrigzinsphase nicht erneut angelegt wurden. Diederichs kritisierte die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Politisch manipulierte Niedrigzinsen, Diskussionen über die Bargeldabschaffung, eine Höchstgrenze für Bartransaktionen, Digitalisierung und harter Wettbewerb seien nur einige Schlagworte, die die Banken derzeit beschäftigen.

Die konservative Anlagepolitik der Volksbank Rhein-Ruhr hat sich nach Darstellung von Thomas Diederichs bewährt: "Alle von uns vermittelten und betreuten Vermögenswerte und Finanzierungen sind im Jahr 2015 konstant bei 2,598 Milliarden Euro geblieben. Auch in schwierigen Zeiten sehen uns unserer Mitglieder und Kunden als ihren Partner in der Region und blieben uns treu." Die Depots bei der Fondsgesellschaft Union Investment legten um über acht Prozent zu (jetzt 289 Millionen Euro). Ebenfalls positiv sind die Entwicklungen bei der Bausparkasse Schwäbisch-Hall und der R+V Versicherung.

Das Kreditinstitut hat laut Diederichs im vergangenen Jahr mehr als 835 Millionen Euro an Krediten vergeben. Im Jahr davor waren es 859 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen wird laut Diederichs zwar auch im Vorstand über das Thema Minuszinsen diskutiert. "Aber das wird den Sparer Otto Normalverbraucher in keinster Weise betreffen. Wenn überhaupt, dann träfe es große Vermögen. Aber auch das ist im Augenblick kein Thema." Der Bereich Online-Banking ist auch bei der Volksbank Rhein-Ruhr im Wachstum. Zur Zeit machen rund 34.000 Kunden von der Möglichkeit Gebrauch, Bankgeschäfte vom heimischen Computer aus zu erledigen. In der Planung ist zudem eine Video-Beratung für Kunden. Hierfür wird ein eigenes Netzwerk aufgebaut. Die Volksbank Rhein-Ruhr beschäftigt zur Zeit 286 Mitarbeiter, darunter sind 16 Auszubildende. Vor zwei Jahren waren es noch 273 mit 13 Auszubildenden.

Die Planungen des Investors, der die alten Gebäude an der Düsseldorfer Straße übernehmen will, laufen zwar weiter, jedoch steht der eigentlich anvisierte Beginn der Abbruch-Arbeiten im Juni im Moment zur Disposition. Auf jeden Fall gehen nächste Woche an der alten Zentrale die Lichter aus.

Quelle: RP
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