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Duisburg
"Rheinorange" glüht wieder in reinem Orange

Duisburg: "Rheinorange" glüht wieder in reinem Orange
Verantwortliche und Sponsoren stellten sich gestern symbolträchtig vor die Landmarke, die vor dem derzeitigen blauen Himmel besonders eindrucksvoll aussieht. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. An der Mündung der Ruhr in den Rhein, am Ende des 230 Kilometer langen Ruhrtal-Radweges und genau bei Rheinkilometer 780, steht seit 1992 die Skulptur "Rheinorange" von Lutz Fritsch. Sie ist 23 Meter hoch, sieben Meter breit und einen Meter tief, wiegt 83 Tonnen und damit sie nicht von Wasser und Wind davongetragen wird, kommt dazu noch ein Fundament von 400 Tonnen. Von Ingo Hoddick

Damals war das Deutschlands erste "Landmarke", sie erinnert an eine glühende Stahlbramme und ist inzwischen aus dem Duisburger Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Doch im Laufe der Zeit setzten Wind und Wetter der Großskulptur ebenso zu wie Graffitisprayer und sogar gelangweilte Binnenschiffer, die mit einem Gewehr Zielübungen veranstalteten.

Jetzt ist die Restaurierung abgeschlossen, der Zuweg wurde dezent gepflastert, eine Beleuchtung installiert und vor allem die Oberfläche komplett abgeschliffen, dann wurden gut 700 Liter Farbe in leuchtendem, reinem Orange (DIN-Bezeichnung RAL 2004, sozusagen "Reinorange") aufgetragen. Eine Schwierigkeit dabei war, ein so hohes standfestes Gerüst mitten im "Nichts" aufzubauen.

Wie schon die Wirtschaftsjunioren vor 24 Jahren, hat auch die nachfolgende Generation die "Patenschaft" für "Rheinorange" übernommen. Der vergleichsweise kleine Verein hat insgesamt 30 Unternehmen gewinnen können, sich an der etwa 50.000 Euro teuren "Schönheits-OP" zu beteiligen, wobei durch zahlreiche Sachspenden und Dienstleistungen aus den Reihen von IHK-Unternehmen der Preis gedrückt wurde.

Mit besonders hohen Spenden dabei sind die Volksbank-Rhein-Ruhr-Stiftung und und die Hülskens Unternehmensgruppe (je 10.000 Euro) sowie die Duisburger Hafen AG, die Sparkasse Duisburg und die Duisburger Wirtschaftsjunioren selbst (je 5000 Euro). Die benötigte Farbe im Wert von fast 5000 Euro kam von dem weltweit führenden Additiv-Hersteller BYK-Chemie, einem Unternehmen der Altana-Gruppe mit Sitz in Wesel. Für die kunsthistorische Begleitung sorgte von Anfang an das Lehmbruck-Museum, und am meisten freut sich der 1955 geborene Künstler.

Quelle: RP
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