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Rees
Sicherheit: Positives Fazit beim Festival

Rees. Ob es auch im nächsten Jahr ein Rucksackverbot beim Halderner Open Air gibt, steht noch nicht fest. Von Sebastian Latzel

Nie zuvor ist im Vorfeld des Festivals so viel über die Sicherheit diskutiert worden. Nach dem Anschlag beim Open Air in Ansbach stand auch Haldern Pop im Fokus der Behörden. Schließlich ist es von der Größe in etwa vergleichbar mit der Veranstaltung in Bayern, bei der sich ein Mann in die Luft gesprengt hatte. Also waren zum Festival die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Zentraler Punkt war dabei das Verbot von Rucksäcken und Taschen auf dem Festivalgelände.

Nach dem Open Air zogen bereits Polizei und Veranstalter ein positives Fazit, und auch die Stadt Rees sieht sich bestätigt. "Es war eine tolle Veranstaltung, ohne größere Vorfälle, die Maßnahmen haben sich bewährt und sind auch von den Fans akzeptiert worden", sagt Ordnungsamtsleiter Frank Postulart.

Im Vorfeld hatten einige Besucher im Internet das Rucksackverbot kritisiert, beim Festival selbst war das für die meisten dann gar kein Thema mehr. "Fast alle hatten Verständnis für die Vorkehrungen, es gab beim Einlass nur wenige kleine Diskussionen über die Größe von Taschen, die erlaubt sind. Aber auch das Sicherheitspersonal hatte keine größeren Probleme", berichtet Postulart.

Ob es beim Rucksackverbot bleiben wird, steht noch nicht fest. Im Oktober wird es eine Nachbesprechung von Behörden und Festivalmachern geben. "Dann wird geschaut: Wie ist es gelaufen, was hat sich bewährt, was muss geändert werden?", sagt Postulart. Noch ist nichts entschieden. Doch angesichts der weltweiten Entwicklungen scheint kaum denkbar, dass im kommenden Jahr das Taschenverbot aufgehoben wird. Schließlich sind die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen Jahren immer mehr verschärft und nicht gelockert worden.

Postulart ist sicher: "Uns ist es gelungen, einen Weg zu finden, um das Risiko zu minimieren und die Fans gleichzeitig so wenig wie möglich zu beeinträchtigen." Das Reeser Ordnungsamt selbst war wie die Polizei mit mehr Kräften als üblich im Einsatz. Vor allem am ersten Festivaltag, um zu sehen, wie es mit den Kontrollen am Einlass läuft.

Dass es kaum Probleme gab, lag auch daran, dass die Fans wie immer friedlich feierten. Auch die Malteser meldeten keine besonderen Vorkommnisse. Es gab die üblichen kleineren Einsätze wegen Schnitt- und Schürfwunden, Kreislaufproblemen oder Stürzen. Auch hatte der ein oder andere etwas zu viel Alkohol getrunken.

Die Malteser waren von Donnerstag bis Sonntagnachmittag insgesamt 1500 Stunden ehrenamtlich im Einsatz. Neben den Einsatzkräften aus Rees waren zudem auch Malteser aus dem ganzen Kreis Kleve, Bocholt und Wesel beim Festival dabei.

Quelle: RP
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