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Müller fährt in Barcelona die 24 Stunden

Motorsport: Müller fährt in Barcelona die 24 Stunden
Alexander Müller ging in diesem Jahr bislang nur bei den 24-Stunden-Rennen in Dubai und auf der Rennstrecke im südfranzösischen Paul Ricard an den Start. "Natürlich wäre ich gerne mehr gefahren. Aber es ist nun einmal schwierig, einen Fahrerplatz zu bekommen, wenn man nicht selbst Geld mitbringt", sagt er. FOTO: Mercedes-AMG
Rees. Es war lange ruhig um Alexander Müller. Nun darf der Rennfahrer aus Rees sein Können wieder auf großer Bühne unter Beweis stellen. Er startet für das Team SPS beim 24-Stunden-Rennen von Barcelona. Ziel ist ein Platz auf dem Podest. Von René de Boer

Alles andere als sommerlich präsentierte sich der spanische Ort Montmeló in dieser Woche. Dort, eine gute halbe Autostunde von Barcelona entfernt, befindet sich der Circuit de Barcelona Catalunya, die Rennstrecke, auf der am Wochenende das jährliche 24-Stunden-Rennen für Sport- und Tourenwagen ausgetragen wird. Mit dabei ist Alexander Müller aus Rees, der zum dritten Mal in diesem Jahr für das schwäbische Team SPS automotive performance mit einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 bei einem Langstrecken-Rennen an den Start geht.

Das Wetter ist auch für Rennfahrer ein wichtiger Faktor. Im Vorjahr musste in Barcelona sogar das Training abgebrochen werden, als Hagelkörner in der Größe von Tischtennisbällen herunterkamen und ein Sturm viele Zelte im Fahrerlager wegfegte. Auch in diesem Jahr ist der eine oder andere Regenschauer am Rennwochenende in Barcelona nicht ausgeschlossen. "Aber auch damit muss man als Rennfahrer umgehen können", sagt Alexander Müller.

Er startete im Jahr 2002 bislang zum letzten Mal auf der katalanischen Rundstrecke - damals noch in der Formel 3000. "Das ist schon wieder 13 Jahre her. Auch daran merke ich, dass ich älter werde. Jetzt steht in der Box neben uns ein Porsche von einem spanischen Team, in dem nur brasilianische Fahrer zum Einsatz kommen. Einer von ihnen ist Ricardo Mauricio, der damals in der Formel 3000 schon einer meiner Gegner war. So trifft man sich im Motorsport immer wieder", sagt der mittlerweile 36-Jährige.

Zuvor ging Müller in diesem Jahr bei den 24-Stunden-Rennen in Dubai und auf der Rennstrecke im südfranzösischen Paul Ricard an den Start. Bei beiden Rennen kam der Mercedes-Benz-Flügeltürer des SPS-Teams wegen technischer Defekte nicht ins Ziel. "Aller guten Dinge sind drei - daher hoffe ich, dass wir diesmal 24 Stunden lang fahren können. Wenn das klappt, sollte auch ein ordentliches Ergebnis drin sein, denn von der Fahrerbesetzung her sind wir gut aufgestellt", sagt Müller.

Wie bereits in den Emiraten und in Frankreich wechselt sich der Reeser am Lenkrad des Sportwagens wieder mit dem Duisburger Lance David Arnold sowie mit Tim Müller und Valentin Pierburg ab. "Unsere wichtigsten Konkurrenten sind mit Ram Racing und HP Racing zwei weitere Mercedes-Benz-Kundenteams aus Großbritannien und Österreich. Darüber hinaus zählen der Porsche des bayerischen Herberth-Teams und der Ferrari der Scuderia Praha aus Tschechien, der im Vorjahr in Barcelona gewonnen haben, zu den Favoriten. Wir müssen ordentlich Gas geben, dann ist ein Podiumsplatz drin", sagt Alexander Müller.

Nur drei Renneinsätze in diesem Jahr lasten einen Berufsrennfahrer nicht wirklich aus. "Natürlich wäre ich gerne mehr gefahren, aber im internationalen Motorsport ist es nun einmal schwierig, unter guten Voraussetzungen einen Fahrerplatz zu bekommen, wenn man als Fahrer nicht selbst Geld mitbringt. Und das mache ich aus Prinzip nicht", sagt der Reeser. "Somit habe ich mich in den vergangenen Monaten hauptsächlich mit Fahrertrainings für Porsche und mit der Begleitung von einigen Privatfahrern beschäftigt. Für das kommende Jahr arbeite ich an einem guten Programm. Hoffentlich klappt das. Jetzt will ich aber erst einmal hier ein ordentliches Ergebnis abliefern."

Quelle: RP
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