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Erkelenz
Sonnenschein eG plant weitere Anlagen

Erkelenz. Generalversammlung der Genossenschaft: Gesamtleistung der Anlagen höher als vorausgesagt.

Bei der Generalversammlung der Erkelenzer Sonnenschein eG berichteten die Vorstandsmitglieder über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr.

Insgesamt befinden sich sieben Photovoltaikanlagen im Bestand der Sonnenschein eG. Die letzten zwei PV-Anlagen wurden im Dezember 2011 auf dem Kindergarten im Bauxhof sowie dem Erka-Bad errichtet. Die Anlagen haben 2015 eine Gesamtleistung von rund 188.000 kWh erbracht, rund 30.000 kWh mehr als prognostiziert. Damit ist das vergangene Jahr das Zweitbeste seit Bestehen der Genossenschaft.

Der Gesamtertrag von rund 188 MWh bedeutet eine Einsparung von mehr als 140 Tonnen Kohlendioxid gegenüber der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern.

Für die Mitglieder konnte für 2015 eine Dividende von 5 Prozent ausgeschüttet werden. Seit Jahren treten Erkelenzer Bürgerinnen und Bürger mit Investitionswünschen an die Genossenschaft heran. Um diese zu erfüllen, hatte man im vergangenen Jahr die Erweiterung der Genossenschaft geplant: eine PV-Freiflächen-Anlage in der Nähe der Grünannahmestelle Erkelenz sollte errichtet werden.

Zur Realisation war die Teilnahme an einer Ausschreibung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nötig. Im Dezember 2015 sowie im April 2016 nahm die Sonnenschein eG deshalb an Ausschreibungen für eine Freiflächenanlage teil. Diese verliefen ohne Erfolg. Die Genossenschaft sieht im derzeitigen Ausschreibungsmodell einen Vorteil für sehr große Projekte. "Nach der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die in diesem Jahr beschlossen werden soll, wird die Erkelenzer Sonnenschein eG erneut prüfen, ob eine Realisierung des Freiflächenprojektes machbar ist", sagte Sven Oliver Börstinghaus, Vorsitzender der eG. Dann könne die Genossenschaft auch den Wünschen der Erkelenzer nach mehr umweltfreundlichen Investitionen in der eigenen Heimat Rechnung tragen.

Die Erkelenzer Sonnenschein eG wurde 2008 gegründet und betreibt seitdem Solarstrom-Anlagen auf kommunalen Dächern. Dazu zählen die Photovoltaikanlagen auf der Franziskus- und der Luise-Hensel-Schule, der Erka-Halle, dem Schwimmbad Erkelenz, dem Kindergarten Bauxhof, der Hauptschule Erkelenz, sowie die Anlage auf der Lagerhalle des Bauhofes. Die Stadt Erkelenz stellt die Dachflächen für einen Zeitraum von zirka 25 Jahren zur Verfügung.

Die Genossenschaft ist ein lebendes Unternehmen, kein geschlossener Fonds. Sie kann permanent nach weiteren Geschäftsmöglichkeiten, beispielsweise neuen Dach- oder Freiflächen, Ausschau halten. Als Ziel nennt die Genossenschaft, sauberen Strom durch aktive Bürgerbeteiligung zu fördern.

Quelle: RP
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