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Erkrath
CDU-Ortsverband bestätigt Vorstand

Erkrath. Der CDU-Ortsverband Erkrath hat bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der Vorsitzende Wolfgang Cygan begrüßte außerdem Bürgermeister Christoph Schultz und Michaela Noll (MdB), die mit ihren Vorträgen vor und zwischen den Wahlgängen den ansonsten formellen Akt mit Leben füllten.

In geheimer Wahl wurden dann Wolfgang Cygan und seine Stellvertreterin Claudia Schlüter mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neuer zweiter Stellvertreter ist Christian Untrieser, der sich als Erkrather Kandidat für die kommende Landtagswahl vorstellte und bei den Mitgliedern um Unterstützung warb. Am Freitag werden die Kandidaten in Mettmann nominiert, Untrieser hat zwei Gegenkandidaten aus anderen Städten. Michael Noll freute sich, dass viele neue Mitglieder begrüßt werden konnten, darunter auch einige jüngere. "Das ist nicht selbstverständlich. Von diesem frischen Input lebt die CDU" sagte sie.

Dass der Ortsverband nun gut aufgestellt sei, sei auch das Verdienst von Wolfgang Cygan. Durch seine Art habe er neuen Zusammenhalt geschaffen, so Noll. In Bezug auf ihre Arbeit im Bundestag sprach Noll die Flüchtlingspolitik an. "Das Thema wird uns noch sehr lange beschäftigen und die Integration auch viel Geld kosten" sagte Noll. Man dürfe nicht zulassen, dass sich weitere "Banlieues" wie in Frankreich bilden, wo man keinen Zugang mehr zu den Migranten habe. Die Diskussion über ein "Burka-Verbot" sei viel zu schnell im Keim erstickt worden. Man müsse sich fragen, wo in der Gesellschaft die Grenzen der Toleranz verliefen. Die Vollverschleierung sei nicht mit den Rechten der Frau und den Werten einer offenen Gesellschaft vereinbar. "Diese Diskussion hätte man aushalten müssen", sagte Noll. Bürgermeister Christoph Schultz gab einen ausführlichen Abriss über viele Themen, die zur Zeit im Rat und in den Ausschüssen diskutiert werden und scheute sich nicht, hier und da auch seine eigene Meinung anzudeuten. Es sei schwierig, mit den Erwartungen der Bürger aus dem Wahlkampf umzugehen, gestand er. Auf den Niedergang der Bahnstraße hätten Politik und Verwaltung zum Beispiel kaum Einfluss, so dass mittelfristig darüber nachgedacht werden müsse, einen Teil der leerstehenden Ladenlokale zu Wohnungen umzubauen.

Schultz freute sich zu verkünden, dass er sich einen neuen Dienstwagen ausgesucht habe. Der Leasingvertrag für die Mercedes E-Klasse seines Vorgängers Arno Werner laufe bald aus und er wolle ein neues Zeichen setzen. Ein deutsches Fabrikat habe es sein müssen, dazu etwas günstiger im Betrieb als die E-Klasse, aber geräumig genug für seine langen Beine. Und natürlich müsse es wieder mit Erdgas angetrieben sein. Schultz entschied sich für einen VW Golf Variant.

(tpp)
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