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Radsport
Gerd Bloemen: "Es war ein Riesenerlebnis für mich"

Geldern/DÜsseldorf. Der 70-jährige Gelderner war am Samstag als freiwilliger Helfer beim Prolog der Tour de France in Düsseldorf im Einsatz. Von Christian Cadel

Die erste Etappe der Tour de France, der sogenannte Prolog in Düsseldorf, ist am Samstagmittag trotz schlechten Wetters größtenteils gut über die Bühne gegangen. Mit von der Partie war Gerd Bloemen aus Geldern.

Der 70-Jährige war aber nicht als Fahrer unterwegs, sondern als freiwilliger Helfer, oder wie es die Veranstalter genannt hatten, als Tour-Maker. Er war einer von insgesamt 1500 Helfern, die dafür sorgten, dass das Zeitfahren durch die Düsseldorfer City reibungslos funktionieren konnte. Rund um und auf der Oberkasseler Brücke war sein Einsatzort. Und obwohl der Gelderner beinahe den ganzen Tag auf den Beinen war, schwärmte er geradezu von dem, was er dort erlebt hatte. "Das war ein Riesenerlebnis für mich. Die Stimmung an der Strecke war einfach nur super. Gestern habe ich als Zuschauer noch die zweite Etappe in Mettmann verfolgt. Auch dort war die Atmosphäre einfach nur klasse", sagte er.

Selbst das miese Wetter am Samstagmittag in Düsseldorf konnte dem Gelderner die Stimmung nicht vermiesen. "Ich bin mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Viele wollten von mir wissen, wie sich die Fahrer vorbereiten oder wie sie trainieren."

Seine Hauptaufgabe war aber eigentlich eine ganz andere. "Gemeinsam mit den anderen Helfern habe ich die Besucher informiert, beispielsweise wo die nächste U-Bahn-Station ist oder wo nahegelegene Parkplätze sind. Alles in allem waren wir in der Aufgabenteilung sehr frei", sagte er. "Und die Helfer-Gruppe war auch sehr harmonisch." Von der Anreise bis zur Abreise vergingen fast zwölf Stunden. Eine lange Zeit, in der man am Ende K.o. sein müsste. Doch Gerd Bloemen versicherte, dass sich der große Aufwand sehr gelohnt habe. Denn er war nicht nur als Helfer im Einsatz, sondern konnte auch das Zeitfahren in gewissen Teilen verfolgen. "Einige Blicke auf die Fahrer konnte ich an meinem Standort erhaschen", sagte der 70-Jährige.

Aber nun sei es auch gut. Anders als in vergangenen Jahren, wolle Bloemen diesmal nicht nach Frankreich fahren, um die Tour dort weiterzuverfolgen. Muss er auch nicht: Von seinen Erlebnissen in Düsseldorf wird der Gelderner nämlich noch lange etwas haben.

Quelle: RP
 
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